05 April 2026, 08:17

16-Jähriger aus Münsterland wegen IS-Unterstützung vorläufig festgenommen

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Wir fordern jetzt ein Ende der Polizeigewalt" auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schwarzen Rand, in moderner Schriftart.

Verdächtiger IS-Sympathisant wieder bei den Eltern - 16-Jähriger aus Münsterland wegen IS-Unterstützung vorläufig festgenommen

Ein 16-Jähriger aus dem Münsterland wurde am Freitagabend vorläufig festgenommen, weil er im Verdacht steht, die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) unterstützt zu haben. Die Polizei durchsuchte das Elternhaus des Jugendlichen in Nottuln und beschlagnahmte mehrere Gegenstände, darunter ein Mobiltelefon sowie Waffen – größtenteils Attrappen.

Der Teenager war ins Visier der Behörden geraten, nachdem er in sozialen Medien IS-verherrlichende Inhalte geteilt hatte. Unter den Beiträgen befanden sich auch Bilder von Waffen. Nach der Vernehmung fanden die Ermittler jedoch keine rechtliche Grundlage für eine weitere Ingewahrsamnahme, sodass der Jugendliche wieder seinen Eltern überstellt wurde. Das Jugendamt wurde über den Fall informiert.

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Bei der Durchsuchung sicherten die Beamten unter anderem ein Messer sowie weitere Gegenstände, wobei die Echtheit einer Waffe noch von Experten geprüft wird. Die Münsteraner Polizeipäsidentin Alexandra Dorndorf betonte, der Staat reagiere "schnell und mit der gebotenen Sorgfalt" auf mögliche Bedrohungen. Trotz der Freilassung ermitteln die Sicherheitsbehörden weiter.

Seit 2020 gibt es keine aktuellen Berichte über rechtliche oder präventive Maßnahmen gegen jugendliche IS-Sympathisanten in Deutschland. Vorliegende Meldungen konzentrieren sich vor allem auf Antisemitismus und rechtsextreme Tendenzen, während die Radikalisierung von Jugendlichen im IS-Kontext kaum thematisiert wird.

Der junge Mann bleibt unter Beobachtung, während die Ermittler das beschlagnahmte Material auswerten. Sein Fall wirft erneut Fragen zur Online-Radikalisierung von Jugendlichen auf. Bisher wurden keine weiteren Anklagepunkte erhoben, die Untersuchungen laufen jedoch weiter.

Quelle