16 % weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 2024 noch immer benachteiligt werden

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
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Ein Plakat für die Feier des Women's Equality Day von Team Redstone, das eine Frau mit einer "Women's Equality"-Fahne zeigt, mit Logo und weiteren Details am unteren Rand.Horst-Dieter Gertz

16 % weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 2024 noch immer benachteiligt werden

Lohnungleichheit in Deutschland bleibt ein hartnäckiges Problem: Frauen verdienen 2024 immer noch 16 % weniger als Männer

Die anhaltende Lohnlücke zwischen den Geschlechtern in Deutschland zeigt sich auch 2024 deutlich: Frauen erhalten im Schnitt 16 % weniger Lohn als Männer. Hochgerechnet bedeutet dies, dass Arbeitnehmerinnen effektiv 58 Tage im Jahr unbezahlt arbeiten. Um auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, findet der Equal Pay Day 2026 in Greifswald statt – organisiert von einem Bündnis lokaler Initiativen.

Langsame Fortschritte, aber noch weit vom EU-Durchschnitt entfernt Zwar hat sich die Lohnscheere in den vergangenen Jahren leicht verringert: Lag der Unterschied 2010 noch bei etwa 18 %, betrug er 2023 rund 16 bis 17 %. Doch im Vergleich zum EU-Durchschnitt, der im selben Zeitraum von etwa 17 % auf 13 % sank, hinkt Deutschland hinterher. Länder wie Luxemburg, Rumänien und Polen verzeichneten deutlich stärkere Verbesserungen – Luxemburg halbierte seine Lohnlücke sogar auf rund 1 %. Andere Staaten wie Lettland, Österreich und Estland verharren dagegen auf dem Niveau von 2010 oder verzeichnen sogar Rückschritte.

Lebenslange Folgen: Von der ersten Gehaltsabrechnung bis zur Rente Die Auswirkungen ungleicher Bezahlung begleiten Frauen ein ganzes Berufsleben lang. Schon zu Beginn der Karriere summieren sich die finanziellen Nachteile – mit Folgen für Ersparnisse, Altersvorsorge und wirtschaftliche Absicherung. Um das Bewusstsein für diese Problematik zu schärfen, veranstaltet das Equal-Pay-Day-Bündnis MV – darunter der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern und der DGB Nord – eine kostenlose öffentliche Veranstaltung.

"Seamless Through the Night": Ein Zeichen für Lohngerechtigkeit Am 27. Februar 2026 lädt die Location STRAZE in Greifswald von 17 bis 23 Uhr zur Aktionsveranstaltung ein. Der Eintritt ist frei, Spenden vor Ort sind jedoch willkommen. Die Organisator:innen rufen dazu auf, die Kampagne über den Hashtag #equalpaydaymv zu unterstützen und sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

Plattform für Diskussion und Veränderung Der Equal Pay Day 2026 in Greifswald soll die anhaltende Lohnungleichheit in Deutschland ins Rampenlicht rücken. Solange Frauen deutlich weniger verdienen als Männer, bleibt Handlungsbedarf. Weitere Informationen zur Teilnahme und zu Mitmachmöglichkeiten gibt es über die Online-Kanäle des Bündnisses.