27 January 2026, 12:38

230-Kilo-Fliegerbombe in Ratingen entschärft – 2.300 Menschen evakuiert

Eine alte Postkarte mit einem violetten 'Wiesbaden, Germany - 1st Weltkrieg' Stempel und handgeschriebener Text.

230-Kilo-Fliegerbombe in Ratingen entschärft – 2.300 Menschen evakuiert

Amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingen entschärft

Eine amerikanische Fliegerbombe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde in der Nacht zum Dienstag in Ratingen erfolgreich entschärft. Für die Aktion mussten rund 2.300 Anwohner aus der Innenstadt evakuiert werden. Verzögerungen bei der Räumung von Pflegeheimen und der Organisation von Transportmitteln zogen sich über Stunden hin.

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Die 230 Kilogramm schwere Bombe war bereits am frühen Tag entdeckt worden, woraufhin die Behörden wichtige Straßen sperrten. Abschnitte des Hauser Rings und umliegender Straßen wurden gesperrt, Autofahrer wurden aufgefordert, das Gebiet komplett zu meiden. Die evakuierten Bewohner versammelten sich im Rathaus, wo etwa 400 Menschen warteten, während Experten die Entschärfung des Sprengkörpers vorbereiteten.

Für einige ältere Einwohner weckte der Fund schmerzhafte Kriegsinnerungen. Die 88-jährige Siegrid Dömke zeigte sich zwar erleichtert über die geordneten Abläufe, erinnerte sich aber an die Angst während früherer Luftangriffe. Einige ältere Evakuierte benötigten im Notunterkunft medizinische Versorgung, während andere geduldig auf Neuigkeiten warteten. Besonders bei zwei Seniorenheimen gab es Rückschläge: Das Personal brauchte länger, um die Bewohner sicher zu verlegen, sodass sich die Aktion bis in die Nacht hinzog. Gegen 1:30 Uhr morgens konnten schließlich alle Heimbewohner in ihre Zimmer zurückkehren. Das Frühstück am nächsten Morgen wurde angepasst, um denjenigen entgegenzukommen, die wegen der nächtlichen Störung länger geschlafen hatten.

Die Bombe wurde ohne Zwischenfälle erfolgreich unschädlich gemacht. Nach der Freigabe des Gebiets wurden die Straßen wieder geöffnet und die evakuierten Anwohner durften in ihre Häuser zurück. Das Krisenstab der Stadt koordinierte die Maßnahmen, doch kein einzelner Verantwortlicher wurde öffentlich genannt.