25.000-Euro-Klage nach brutalem Foul im Amateurfußball: Torwart bricht Stürmer das Bein

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Eine Gruppe von Menschen spielt Fußball mit einem Ball auf dem Boden, während zwei Personen im Hintergrund auf Stühlen sitzen und weiter weg Bäume zu sehen sind.Christoph Döhn

25.000-Euro-Klage nach brutalem Foul im Amateurfußball: Torwart bricht Stürmer das Bein

Ein brutales Foul während eines unterklassigen Fußballspiels hat zu einem Gerichtsstreit um eine Schadensersatzforderung in Höhe von 25.000 Euro geführt. Der Fall, der nun vor dem Landgericht Paderborn verhandelt wird, betrifft den Stürmer des SV Büren, der den Torwart des FSV Bad Wünnenberg-Leiberg verklagt – nach einem schweren Beinbruch, den er bei dem Vorfall erlitten hat. Das Urteil wird für den 7. Januar 2026 erwartet.

Das Foul ereignete sich in der 82. Minute des Spiels zwischen dem FSV Bad Wünnenberg-Leiberg und dem SV Büren. Der Torwart aus Bad Wünnenberg ging mit voller Wucht in den Zweikampf, brach dem Stürmer dabei das Bein und sah dafür umgehend die Rote Karte. Der verletzte Spieler verbrachte zwei Wochen im Krankenhaus und musste sich vier Operationen unterziehen.

Das Gericht hat mehrere Zeugen geladen, um Aussagen zu machen. Dazu gehören der Schiedsrichter, die Trainer beider Mannschaften sowie einige Zuschauer, die das Foul mitverfolgt haben. Die Anwälte des Stürmers argumentieren, das Verhalten des Torwarts sei rücksichtslos gewesen und habe dauerhafte Schäden verursacht. Der SV Büren, der den verletzten Spieler vertritt, ist in dem Verfahren der Kläger. Der beklagte FSV Bad Wünnenberg-Leiberg muss sich nun mit der Forderung nach Schadensersatz auseinandersetzen, während der Prozess weiterläuft.

Die Entscheidung des Gerichts wird darüber bestimmen, ob der Torwart die 25.000 Euro für die Verletzung zahlen muss. Das für Anfang 2026 erwartete Urteil könnte zudem Präzedenzcharakter für ähnliche Fälle im Amateurfußball haben. Beide Vereine warten nun gespannt auf die richterliche Entscheidung zu Schuld und Entschädigung.