30 Jahre Einsatz für Leben: Wie der Rheinisch-Bergische Kreis Notfallmedizin revolutionierte

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
2 Min.
Ein Rettungswagen der American Medical Response (AMR) steht in einem Gebäude, vor ihm stehen zwei maskierte Personen; links ist ein Fahrzeug zu sehen, im Hintergrund sind weitere Personen, Lichter und Rohre.Kristiane Dippel

30 Jahre Einsatz für Leben: Wie der Rheinisch-Bergische Kreis Notfallmedizin revolutionierte

Vor dreißig Jahren führte der Rheinisch-Bergische Kreis seinen umfang kreis für Großschadensereignisse ein. Die Initiative war eine der ersten ihrer Art in Deutschland und diente als Vorbild für ein später bundesweit übernommenes Modell. Heute ist der Dienst weiter gewachsen und umfasst acht Ärztinnen und Ärzte, die rund um die Uhr bei schweren Notfällen im Einsatz sind.

Der Dienst startete 1996 mit nur fünf Medizinerinnen und Medizinern. Im Laufe der Zeit erweiterte er sich auf acht Fachkräfte, die eine 24/7-Bereitschaft für kritische Lagen sicherstellen. Zwei der ursprünglichen Teammitglieder sind noch immer aktiv und bringen jahrzehntelange Erfahrung ein.

Die Leitenden Notärzte (LNA), wie die Fachkräfte offiziell heißen, spielen eine zentrale Rolle bei umfang kreis. Sie beurteilen lebensbedrohliche Verletzungen, entscheiden über Patiententransporte und koordinieren die Rettungseinsätze – insbesondere bei schweren Verkehrsunfällen mit zahlreichen Verletzten. Ihre Arbeit trägt dazu bei, die Abläufe zu beschleunigen, wenn jede Sekunde zählt. Der Kreis hat das System kontinuierlich weiterentwickelt, etwa durch moderne Ausrüstung wie spezielle Einsatzfahrzeuge. In diesem Jahr gab es jedoch eine Veränderung: Der Rheinisch-Bergische Kreis und Leverkusen betreiben nun getrennte LNA-Dienste. Im Rahmen der Umstrukturierung stießen vier neue Leitende Notärzte zum Team. Allein 2025 wurden die LNAs 22-mal alarmiert – ein Beleg für ihre anhaltende Bedeutung in der Notfallversorgung.

Der LNA-Dienst des Rheinisch-Bergischen Kreises bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der lokalen Notfallmedizin. Mit einem achtköpfigen Ärzteteam und verbesserten Ressourcen ist er für den Ernstfall gerüstet. Die Entwicklung des Systems spiegelt drei Jahrzehnte Engagement wider – für die Rettung von Menschenleben und eine effizientere Koordination im Einsatz.