Alexander Felsch wechselt nach verlorener Bürgermeisterwahl zur IHK Köln
Nina PohlAlexander Felsch wechselt nach verlorener Bürgermeisterwahl zur IHK Köln
Marcel Kreutz von der SPD/Grünen-Koalition gewann am 27. September 2025 die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Bergisch Gladbach knapp mit 50,41 Prozent der Stimmen gegen seinen Konkurrenten Alexander Felsch von CDU und FDP. Seither hat sich die politische Landschaft der Stadt unter einer Koalition stabilisiert, die sich auf Sozialpolitik, Klimaschutz und eine verbesserte Verkehrsanbindung konzentriert. Felsch hingegen ist in die Wirtschaft zurückgekehrt und hat eine Führungsposition bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer (IHK) übernommen.
Alexander Felsch, der zuvor elf Jahre als Geschäftsführer für Wirtschafts- und Umweltpolitik bei unternehmer NRW, dem Landesverband der Wirtschaft, tätig war, übernimmt nun die Leitung des IHK-Standorts Leverkusen/Rhein-Berg. In seiner neuen Rolle als Bereichsleiter für "Wirtschaft und Politik" wird er eine zentrale Funktion in der regionalen Wirtschaftsförderung einnehmen und zusätzlich am IHK-Hauptsitz in Köln vertreten sein.
Felschs Entscheidung, zur Kammer zurückzukehren, gründet auf seinen engen Verbindungen zum Rheinisch-Bergischen Kreis und zur Stadt Leverkusen sowie auf dem starken Einfluss der Kölner IHK bei der Gestaltung der Wirtschaftspolitik. Noch vor seiner Bürgermeisterkandidatur hatte er als politischer Berater der CDU im Landtag gearbeitet und Wirtschaftsministerpräsident Hendrik Wüst in fachlichen Fragen zur Seite gestanden.
IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein bezeichnete Felsch als "eine außerordentlich wertvolle Bereicherung" für die politisch engagierte Kammer. Seine Expertise umfasst die Bereiche Industrie, Energie, Klimapolitik, Infrastruktur und Planung – Themen, die er nun zugunsten der regionalen Unternehmen einbringen will. Konkrete Projekte unter seiner Führung sind zwar Stand Februar 2026 noch nicht dokumentiert, doch sein Fokus wird darauf liegen, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in der Region zu verbessern.
Der Wechsel schwächt kleinere Parteien wie die Bürgerpartei GL, deren Stadtratsfraktionen sich inzwischen aufgelöst haben. Unterdessen setzt die Verwaltung von Bürgermeister Kreutz weiterhin auf Bildungsreformen, Nachhaltigkeitsprojekte und die Modernisierung des Verkehrs.
Mit Felschs Rückkehr zur IHK beginnt für ihn und die regionale Wirtschaftsvertretung ein neues Kapitel. Seine Aufgabe wird es sein, in direktem Austausch mit Unternehmen deren wirtschaftliche und infrastrukturelle Bedürfnisse zu adressieren. Die Bürgermeisterwahl hat indes Bergisch Gladbachs Kurs unter Kreutz' sozialer und ökologischer Agenda besiegelt.






