Immer mehr Winzer konzentrieren sich auf alkoholfreie Weine - Alkoholfreier Wein boomt: Warum Deutsche immer öfter zugreifen
Alkoholfreier Wein liegt in Deutschland im Trend
Der Absatz von alkoholfreiem Wein steigt in Deutschland stark an. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Markt ein Plus von 25 Prozent – immer mehr Haushalte greifen zu den alkoholfreien Alternativen. Der Trend spiegelt eine zunehmende Nachfrage nach leichteren, gesünderen Trinkgewohnheiten wider.
2023 bot bereits jedes dritte deutsche Weingut alkoholfreien Wein an – ein Anstieg um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Deutsche Weininstitut (DWI) führt das Wachstum auf eine bessere Qualität und ein größeres Angebot zurück. Diese Weine enthalten höchstens 0,5 Prozent Alkohol, deutlich weniger als die üblichen 10 bis 13 Prozent bei herkömmlichen Weinen.
Auf der ProWein, der Weinmesse in Düsseldorf, die in den nächsten drei Tagen stattfindet, werden alkoholfreie Weine neben klassischen Sorten präsentiert. Dies unterstreicht den allgemeinen Trend zu alkoholarmen Getränken, der vor allem von gesundheitsbewussten Käufern vorangetrieben wird. Zwar liegen keine genauen Zahlen vor, doch mehrere internationale Hersteller – darunter Accolade Wines (Australien), Nederburg (Südafrika) und Fre Wines (USA) – haben zwischen 2024 und 2026 alkoholfreie Weine speziell für den deutschen Markt auf den Weg gebracht.
Die deutsche Weinbranche bleibt mit rund 100.000 Hektar Rebfläche, vor allem in Rheinland-Pfalz, ein bedeutender Wirtschaftszweig. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei etwa 21,5 Litern, was einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Milliarden Litern entspricht. Dennoch macht alkoholfreier Wein bisher nur zwei Prozent des Umsatzes aus.
Der Anstieg der Verkäufe zeigt, wie sich die Verbraucherpräferenzen wandeln. Immer mehr Winzer erweitern ihr Sortiment um alkoholfreie Varianten, um die Nachfrage zu bedienen. Mit dem Markteintritt internationaler Hersteller dürfte sich dieser Trend in den kommenden Jahren weiter verstärken.