Alte Mülldeponie in Ahaus wird zum riesigen Solarpark umgewandelt
Auf einem stillgelegten Deponiegelände in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großflächiger Solarpark. Der Kreis Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, mit dem das 25 Hektar große Areal neu genutzt werden soll. Wird das Projekt bis Mitte 2025 fertiggestellt, kommt es für staatliche Fördergelder infrage.
Die ehemalige Deponie wurde 2010 geschlossen und hat seitdem erhebliche Veränderungen durchlaufen. Durch Setzungsprozesse des Mülls sind Teile des Bodens um 10 bis 15 Meter abgesackt, während natürliches Pflanzenwachstum und partielle Einebnungen die Geländeform verändert haben. Diese Bedingungen könnten zusätzliche Maßnahmen erfordern – etwa verstärkte Fundamente, erhöhte Solarmodule zur Anpassung an das unebene Gelände oder Untersuchungen zu Gasemissionen. Dadurch könnten sich die Baukosten erhöhen und die Genehmigungsverfahren länger dauern.
Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) übernimmt die Projektleitung. Zwar scheiden aufgrund des unebenen Geländes einige Nutzungsmöglichkeiten aus, für einen Solarpark bleibt es jedoch geeignet. Zudem prüfen die Verantwortlichen, ob sich groß dimensionierte Batteriespeicher zur Zwischenspeicherung von Überschussstrom aus Windenergie ergänzen ließen.
Der Solarpark könnte dazu beitragen, die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie zu senken – was sich möglicherweise auch auf die Abfallgebühren für die Anwohner auswirkt. Um die Förderung zu erhalten, muss die Anlage jedoch bis Mitte 2025 voll betriebsbereit sein.