ARD startet Gaming-Netzwerk – zwischen Innovation und öffentlichem Auftrag
Kristiane DippelARD startet Gaming-Netzwerk – zwischen Innovation und öffentlichem Auftrag
Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender ARD hat eine neue Gaming-Initiative gestartet, um jüngere Zielgruppen zu erreichen. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Berichte über ernsthafte Probleme auf der Plattform Roblox auftauchen – darunter Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs und rechtsextremer Unterwanderung.
Auf der Gamescom präsentierte die ARD kürzlich ein eigenes Spiel für Roblox. Nun bündelt der Sender seine Gaming-Projekte unter dem neuen „ARD Games Network“. Dieses Netzwerk wird in vier zentralen Bereichen aktiv sein: Strategie, Community, Kultur und Wachstum.
Ziel der Initiative ist es, neue Zielgruppen – insbesondere jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer – anzusprechen. Mit fast 50 Millionen regelmäßigen Gamern in Deutschland ist das Potenzial groß. Die Gaming-Community im Land ist geschlechtertechnisch ausgeglichen, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 38 Jahren.
Die ARD muss sicherstellen, dass ihre Gaming-Pläne mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag vereinbar sind. Der Erfolg wird an den Nutzerzahlen gemessen. Zudem kündigte der Sender an, künftig stärker in die Entwicklung eigener Computerspiele zu investieren.
Das ARD Games Network markiert einen wichtigen Schritt für den Sender. Es soll die Reichweite ausbauen und gleichzeitig den sich wandelnden Mediengewohnheiten jüngerer Generationen gerecht werden. Die Initiative wird genau darauf hin überprüft, ob sie den Anforderungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks entspricht.






