Atomkraftgegner protestieren gegen geplante Castor-Transporte auf der A2

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält Schilder und Fahnen hoch und demonstriert gegen Atomkraft in Deutschland, mit Fahrzeugen, Gebäuden, Laternenpfählen, Bäumen und einem Bogen im Hintergrund.Christoph Döhn

Atomkraftgegner protestieren gegen geplante Castor-Transporte auf der A2

Rund 100 Atomkraftgegner bereiten sich auf eine Demonstration gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall vor. Die Kundgebung beginnt am Samstag gegen 11:00 Uhr in der Nähe der Autobahn A2 in Bottrop-Süd. Die Organisatoren wollen auf die ihrer Meinung nach erheblichen Risiken aufmerksam machen, die mit den Transporten verbunden sind.

Die Proteste finden im Vorfeld der erwarteten Castor-Transporte statt, bei denen 152 Lkw-Ladungen mit Atommüll vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus gebracht werden sollen. Zwar stehen die genauen Termine noch nicht fest, doch könnten die Transporte 2026 beginnen – kurz nach Abschluss der laufenden Gerichtsverfahren. Aus taktischen Gründen halten die Behörden den genauen Zeitplan unter Verschluss, doch es ist wahrscheinlich, dass die Konvois nachts über eine Strecke von 170 Kilometern rollen werden.

Ursprünglich hatten die Behörden Demonstranten das Überqueren von Brücken über die A2 aus Sicherheitsgründen untersagt. Die Organisatoren klagten jedoch erfolgreich gegen das Verbot und setzten durch, dass die Route nun auch über die Autobahnbrücken führt. Die Demonstration wird die Aktivisten durch Wohngebiete und über die Brücken führen. Auch der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND NRW) hat rechtliche Schritte eingeleitet: Mit einer Klage wird die behördliche Genehmigung der Castor-Transporte angefochten, da diese nach Ansicht des Verbandes inakzeptable Gefahren bergen.

Trotz der anfänglichen Polizeiauflagen wird die Demonstration stattfinden. Die Aktivisten wollen auf die ihrer Meinung nach bestehenden Gefahren beim Transport radioaktiver Stoffe hinweisen. Gleichzeitig läuft der Rechtsstreit um die Transporte weiter – ein konkreter Starttermin steht jedoch noch nicht fest.