Bahnhof Löhn wird umgestaltet – mehr Sicherheit für Frauen nachts

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Eine Gruppe von Frauen, die auf einem Zug mit Türen auf beiden Seiten und Lichtern oben steht, dargestellt in Schwarz-Weiß.Christoph Döhn

Bahnhof Löhn wird umgestaltet – mehr Sicherheit für Frauen nachts

Bahnhof Löhn soll umgestaltet werden – Sicherheit für Frauen im Fokus

Der Bahnhof Löhn steht vor einer umfassenden Neugestaltung, um Bedenken von Anwohnerinnen hinsichtlich der Sicherheit zu begegnen. Das Projekt, das im Februar 2025 beginnen soll, ist eine Reaktion auf Rückmeldungen von Bürgerinnen, die auf Bereiche hinwiesen, in denen sie sich unwohl fühlen. Viele dieser Ängste hängen mit den offenen Flächen und der schlechten Übersichtlichkeit des Bahnhofs zusammen – besonders nach Einbruch der Dunkelheit.

Erst kürzlich nahmen Frauen aus Löhn an einer Nightwalk-Aktion teil, bei der sie die Stellen am Bahnhof benannten, die ihnen am meisten Angst machen. Häufig genannt wurden schlecht beleuchtete Wege, abgelegene Wartebereiche und das Fehlen von Überwachungskameras. Zwar bleibt die tatsächliche Kriminalitätsrate niedrig – meist handelt es sich um Fahrraddiebstähle –, doch das subjektive Unsicherheitsgefühl hat zu Forderungen nach Veränderungen geführt.

Die Umgestaltung des Bahnhofs konzentriert sich auf bessere Beleuchtung, freiere Sichtachsen und eine dichtere Kameraüberwachung. Zudem können Anwohnerinnen und Anwohner unsichere Stellen über ein spezielles Meldesystem für Mängel anzeigen. Dieser Ansatz orientiert sich an einem ähnlichen Projekt in Minden, wo eine sogenannte Angstkarte 68 Orte identifizierte, an denen sich Menschen verletzlich fühlen. Andrea Heimbruch, eine Pendlerin aus der Region, schilderte ihre Beklemmung, wenn sie abends allein mit dem Zug nach Hause kommt.

Bahnhöfe gehören oft zu den Orten, an denen sich Frauen besonders unsicher fühlen. Große, offene Bahnsteige und geringe Menschenmengen nachts verstärken dieses Unbehagen. Die Neugestaltung soll diese Ängste abbauen, indem der Bahnhof ein sichereres Gefühl vermittelt – selbst wenn das tatsächliche Risiko gering bleibt.

Das Projekt in Löhn setzt auf die aktive Einbindung der Gemeinschaft. Geplant sind bessere Beleuchtung, klarere Wegeführungen und mehr Kameras, um die Sorgen der Bürgerinnen zu zerstreuen. Die Maßnahme ist Teil einer wachsenden Initiative in Städten wie Minden und Hannover, die darauf abzielt, das subjektive Sicherheitsempfinden in öffentlichen Räumen zu verbessern.