Batteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein Plakat, das eine Brücke mit einer Truss-Struktur zeigt, die von Pflanzen, Häusern und Hügeln umgeben ist.Nina Pohl

Batteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK

Batteriezellenproduktion – 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK

170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK

  1. Dezember 2025, 14:12 Uhr

Aus Deutschlands ehemaligen Kohlerevieren werden Zentren für grüne Industrie. Die Bundesregierung investiert rund 170 Millionen Euro, um in diesen Regionen neue Technologien zu fördern. Zu den Projekten zählen die Batterieproduktion, Recyclinganlagen und Energiespeichersysteme – allesamt darauf ausgerichtet, Arbeitsplätze zu schaffen und Emissionen zu senken.

Im Lausitzer Revier baut die Altech Batteries GmbH ein Werk für stationäre Energiespeichersysteme. Die Anlage entsteht im Industriepark Schwarze Pumpe in Spreetal und setzt auf Natriumchlorid als Schlüsselrohmaterial. Das Vorhaben ist Teil einer breiteren Initiative, um ehemalige Industrieflächen für moderne, nachhaltige Produktionsstätten zu nutzen.

Auch im mitteldeutschen Kohlerevier gibt es bedeutende Fortschritte: AMG Lithium errichtet in Bitterfeld-Wolfen ein Mehrproduktionswerk für batterietaugliche Lithiumsalze. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, betonte, dass diese Investition der Region langfristige Perspektiven eröffne. Der Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen, einst ein Zentrum des Kohleabbaus, entwickelt sich so zu einem wichtigen Standort für Hochtechnologiematerialien.

Im rheinischen Revier entsteht unterdessen durch Cylib eine Batterierecyclinganlage im Chempark Dormagen. Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, erklärte, das Land unterstütze gezielt Unternehmen, die in Transformationstechnologien investieren. Die Maßnahmen beschränken sich nicht auf das Rheinische Revier, sondern erstrecken sich bis ins Ruhrgebiet, wo Städte wie Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen und Oberhausen ebenfalls profitieren. Die Bundesförderung soll Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 600 Millionen Euro anstoßen. Damit entstehen direkt etwa 600 neue, zukunftssichere Arbeitsplätze im Industriesektor. Zudem könnten bis zu 3.000 weitere Jobs in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten entstehen. Olaf Lies, Ministerpräsident von Niedersachsen, hob die Bedeutung der STARK-Richtlinie als zentrales Instrument für die klimaneutrale Produktion hervor.

Die 170 Millionen Euro an Bundesmitteln sollen den Wandel von der Kohle zur grünen Technologie beschleunigen. Neue Fabriken und Recyclinganlagen bringen Arbeitsplätze und Investitionen in Regionen, die einst vom Bergbau lebten. Ziel ist es, aus den ehemaligen Kohlerevieren Vorreiter für nachhaltige Industrieproduktion zu machen.