Bayer Leverkusen findet zurück zur Stärke – und träumt vom Doppelschlag

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Fußballspiels im Stadion, mit Spielern auf dem Feld und einem Torpfosten auf der rechten Seite, Zuschauern in den Rängen und Fahnen im Hintergrund, mit Text oben und unten: "1958-1958 WM-Endspiel - Manchester United vs. Liverpool."Kristiane Dippel

Bayer Leverkusen findet zurück zur Stärke – und träumt vom Doppelschlag

Bayer Leverkusens jüngste Leistungen deuten auf eine Erholung hin, nachdem die Mannschaft in der schwierigen Bundesliga-Saison 2024/25 mit Rückschlägen zu kämpfen hatte. Das Team, das in der Vorsaison auswärts die gesamte Spielzeit ungeschlagen geblieben war, konnte den Titel nicht verteidigen, hat sich in der aktuellen Saison 2025/26 aber wieder stark positioniert. Der 3:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt am 20. Spieltag festigte die Stellung unter Trainer Kasper Hjulmand.

Auch im DFB-Pokal zeigt der Verein Kontinuität: Zum dritten Mal in Folge erreichte Leverkusen das Halbfinale. Der jüngste 3:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli sicherte den Einzug ins Finale der letzten Vier erneut.

Die Saison 2023/24 war für die Werkself historisch – sie gewannen den deutschen Pokal und blieben in der Liga ohne Niederlage. Doch in der Spielzeit 2024/25 folgte ein Einbruch: Der FC Bayern München holte sich die Meisterschaft zurück. Trotz einer starken Hinrunde und des Einzugs ins Pokal-Halbfinale ließ die Gesamtleistung nach.

In dieser Saison wirkt die Mannschaft jedoch gefestigter. Beim 3:1 gegen Eintracht Frankfurt erzielte Martin Terrier in der 32. Minute die Führung, Patrik Schick erhöhte in der 63. Minute, und Jonas Hofmann machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf. Unter Hjulmand führt Leverkusen aktuell die Passgenauigkeit (89,6 %) und den durchschnittlichen Ballbesitz (57 %) an, auch wenn die Laufleistung (2.261,3 km) hinter der einiger Konkurrenten zurückbleibt.

Im Pokal bleibt die Form stabil: Das 3:0 im Viertelfinale gegen St. Pauli markierte den dritten Halbfinal-Einzug in Folge. Dies folgt auf das Ausscheiden im Vorjahres-Halbfinale – eine seltene Schwäche in einer ansonsten dominierenden Pokalbilanz.

Die Widerstandsfähigkeit in beiden Wettbewerben deutet darauf hin, dass Leverkusen wieder an Fahrt gewinnt. Taktische Disziplin und offensive Effizienz waren in den letzten Spielen entscheidend, und Hjulmands System zeigt erste vielversprechende Ansätze.

Der 3:1-Ligasieg und die Halbfinal-Qualifikation im Pokal unterstreichen die neu gewonnene Stärke. Hohe Passquoten und eiskaltes Abschlussvermögen sprechen für einen kontrollierteren Ansatz in dieser Saison. Mit einem weniger dominanten FC Bayern könnte Leverkusen erneut um Titel mitspielen.