Bergisch Gladbach droht die Pleite: 50 Millionen Euro Defizit und Jobverluste in der Krise
Kristiane DippelBergisch Gladbach droht die Pleite: 50 Millionen Euro Defizit und Jobverluste in der Krise
Bergisch Gladbach steht vor schweren finanziellen Problemen: Haushaltsplan 2026 offenbart fast 50 Millionen Euro Defizit
Die Stadt Bergisch Gladbach steuert auf eine tiefe Haushaltskrise zu – der Etat für 2026 weist ein Defizit von knapp 50 Millionen Euro aus. Der städtische Kämmerer warnt, dass ohne grundlegende Reformen bis 2027 die Insolvenz droht. Bereits jetzt spüren Unternehmen und Bürger die Folgen: Steuern steigen, und der industrielle Niedergang belastet die Region zusätzlich.
Der AfD-Abgeordnete Florian Fornoff wies in jüngsten Debatten auf die düstere Haushaltslage hin. Die Steuerlast für die Bürger wird weiter steigen und Haushalte, die ohnehin schon am Limit sind, zusätzlich belasten. Trotz früherer Investitionen in den Klimaschutz – etwa durch den kommunalen Klimahaushalt – konnten verheerende Überschwemmungen im Strundepark 2021 nicht verhindert werden.
Industrielle Arbeitsplatzverluste nehmen dramatisch zu Die Region verliert rasant industrielle Arbeitsplätze: Das Zanders-Papierwerk musste schließen, nachdem eine Nachforderung von sieben Millionen Euro für CO₂-Zertifikate die Existenz bedrohte – 380 Jobs gingen verloren. Auch der Dämmstoffhersteller Isover stellte die Produktion ein, nachdem das Gebäudeenergiegesetz (GEG) die Kosten in die Höhe trieb; weitere 160 Stellen fielen weg. Bis Anfang 2025 hatten bereits 38 Prozent der lokalen Industriebetriebe Entlassungen angekündigt.
Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), warnte im Februar 2026 vor einer beschleunigten Deindustrialisierung. Bergisch Gladbach hat bereits jetzt überdurchschnittlich hohe Steuersätze im Vergleich zu anderen Städten in Nordrhein-Westfalen. Die AfD-Fraktion reagierte mit einem 10-Punkte-Plan, um die Haushaltskrise zu entschärfen – ohne weitere Steuererhöhungen.
Entscheidungsdruck: Steuern erhöhen oder Alternativen finden? Während Unternehmen schließen und die Arbeitslosigkeit steigt, verschärft sich die finanzielle Notlage der Stadt. Mit einem prognostizierten Fehlbetrag von 50 Millionen Euro und steigenden Ausgaben müssen die Verantwortlichen nun abwägen: Sollen alternative Sparmaßnahmen ergriffen oder doch die Steuern angehoben werden? Die Entscheidung wird direkte Auswirkungen auf die Bürger und die verbliebene Industrie haben.






