Bergisch Gladbach gedenkt der Kriegsopfer am Volkstrauertag 2023

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Eine Gedenkwand mit der Inschrift "Dem stillen Heer, das alles ertrug und alles gab, damit die Menschheit in Freiheit und Frieden leben möge", geschmückt mit einem Blumenstrauß.Christoph Döhn

Bergisch Gladbach gedenkt der Kriegsopfer am Volkstrauertag 2023

Am Volkstrauertag gedachte Bergisch Gladbach der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Gedenkveranstaltung fand 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs statt, der Europa in Schutt und Asche legte. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte in seiner Rede die anhaltende Notwendigkeit des Friedens in einer Welt, die noch immer von Gewalt und Spaltung geprägt ist.

Die Feierlichkeit erinnerte an die menschlichen Kosten von Konflikten. Kriegsgräber, die von Organisationen wie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gepflegt werden, stehen als stumme Mahner vergangener Schrecken. Allein der Volksbund kümmert sich um rund 5,4 Millionen registrierte Kriegsopfer und Vermisste auf 830 Friedhöfen in 45 Ländern.

Bürgermeister Kreutz unterstrich, dass Frieden mehr ist als die bloße Abwesenheit von Krieg. Er zitierte: "Frieden ist ein dynamischer und kontinuierlicher Prozess der Verringerung von Gewalt und der wachsenden Gerechtigkeit durch Recht und Dialog." Zusammenarbeit, geteilte Verantwortung und ein funktionierendes Rechtssystem waren zentrale Themen seiner Ansprache. Gleichzeitig räumte er ein, dass nachhaltiger Frieden noch in weiter Ferne liegt – mit Verweis auf die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und die steigenden globalen Spannungen.

Der Bürgermeister rief zudem zu Solidarität mit denen auf, die in aktuellen Kriegen und Krisen existenziellen Bedrohungen ausgesetzt sind. Ehrenamtliche und gemeindenahe Projekte, so Kreutz, spielten eine entscheidende Rolle dabei, die Erinnerung wachzuhalten. Echter Frieden entstehe nicht durch Kompromisse um jeden Preis, sondern durch innere Stärke und entschlossenes Handeln.

Die Veranstaltung in Bergisch Gladbach verband das Leid der Vergangenheit mit den Herausforderungen der Gegenwart. Kriegsgräber fordern weiterhin zur Reflexion über individuelle und kollektive Verantwortung auf. Gleichzeitig sorgt das Engagement von Organisationen und Freiwilligen dafür, dass die Lehren der Geschichte nicht in Vergessenheit geraten.

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