Bergisch Gladbach plant 126 Millionen für Schulen und Straßen bis 2026
Kristiane DippelBergisch Gladbach plant 126 Millionen für Schulen und Straßen bis 2026
Bergisch Gladbach stellt 126-Millionen-Investitionsplan für 2026 vor
Die Stadt Bergisch Gladbach hat einen Investitionsplan in Höhe von 126 Millionen Euro für das Jahr 2026 vorgestellt, der Schulen, Straßen und die Neugestaltung des Industriegeländes Zanders umfasst. Über die finanzielle Lage der Stadt informierte kürzlich Kämmerer Thore Eggert im Rahmen eines Workshops der BürgerAkademie. Dabei betonte er die Herausforderungen, die der komplexe, über 500 Seiten umfassende Haushaltsplan für viele Bürger nur schwer verständlich macht.
Der jährliche Haushaltsprozess verzögert sich in diesem Jahr aufgrund der Kommunalwahlen. Normalerweise wird der Etat noch vor Dezember vom Stadtrat verabschiedet, doch diesmal wird der Entwurf hinter verschlossenen Türen verhandelt. Die endgültige Abstimmung ist für den 24. März angesetzt.
Der Großteil der städtischen Ausgaben ist bereits fest verplant, sodass kaum Spielraum für Kürzungen bleibt. Steigende Personalkosten durch Tariferhöhungen und begrenzte lokale Einnahmen verschärfen die strukturelle Unterfinanzierung. Eggert, Mitglied der FDP, machte deutlich, dass er in seiner Funktion als Kämmerer die Verwaltung vertritt – und nicht eine politische Partei.
Die Stadt muss einen Haushaltskonsolidierungsplan vermeiden, der strenge finanzielle Auflagen mit sich bringen und die kommunale Selbstverwaltung einschränken würde. Zu den geplanten Investitionen gehören 18 Millionen Euro für SchulSanierungen, während weitere Projekte Jugendzentren, Kinderbetreuung und Infrastrukturmodernisierungen umfassen.
Der Haushalt 2026 zielt darauf ab, dringende Infrastrukturbedürfnisse zu decken – trotz enger finanzieller Rahmenbedingungen. Wird der 126-Millionen-Plan verabschiedet, fließen die Mittel in essenzielle Dienstleistungen und Entwicklungsvorhaben. Die Entscheidung des Stadtrats am 24. März wird zeigen, wie die Gelder verteilt werden.