Bergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde auf Zanders-Gelände mit Bundesförderung
Christoph DöhnBergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde auf Zanders-Gelände mit Bundesförderung
Bergisch Gladbach macht wichtigen Schritt zur Renaturierung der Strunde auf dem alten Zanders-Gelände
Die Stadt Bergisch Gladbach hat einen entscheidenden Schritt unternommen, um die Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Industrieareal von Zanders voranzutreiben. Der Stadtrat hat kürzlich beschlossen, sich an einem Bundesförderprogramm zur Klimafolgenanpassung zu beteiligen. Sollte das Vorhaben gelingen, könnte es das Gesicht des Gebiets prägen und einem historischen Ort neues Leben einhauchen.
Der Stadtrat stimmte für die Teilnahme am Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel". Damit kann Bergisch Gladbach nun finanzielle Unterstützung für die Renaturierung der Strunde beantragen. Bis zu 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von 5,4 Millionen Euro könnten aus Bundesmitteln fließen, der Rest würde aus städtischen Sondervermögen gedeckt.
Lokale Politiker zeigen sich begeistert von der Initiative. Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist überzeugt, dass der wiederhergestellte Fluss dem Zanders-Gelände eine neue Identität verleihen wird. Andreas Ebert, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD, hofft, dass der Haushaltsausschuss des Bundes die Förderung bewilligt. Gleichzeitig hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus W. Waldschmidt die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach aufgefordert, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen.
Der nächste formale Schritt steht Ende 2026 an, wenn die Stadt ihren Förderantrag bei der Bundesregierung einreichen wird. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Bundestag, der über die Bewilligung oder Ablehnung des Antrags entscheidet.
Bei einer Genehmigung würde das Projekt das Zanders-Areal grundlegend verändern, indem die Strunde freigelegt und renaturiert wird. Die Stadt wäre für den Großteil der Kosten auf Bundesmittel angewiesen, während der verbleibende Anteil aus lokalen Haushaltsmitteln gedeckt würde. Nun kommt es auf die politische Unterstützung und die abschließende Entscheidung des Bundestags an.






