Bergisch Gladbachs neuer Bürgermeister startet mit historischer interreligiöser Feier
Kristiane DippelBergisch Gladbachs neuer Bürgermeister startet mit historischer interreligiöser Feier
Bergisch Gladbachs neuer Bürgermeister Marcel Kreutz begann seine Amtszeit mit einer interreligiösen Feier in der Kirche St. Laurentius. Die Veranstaltung vereinte katholische, evangelische und muslimische Vertreter in einem seltenen Zeichen der Einheit. Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt wurden in einer katholischen Kirche Koranverse rezitiert – vorgetragen von Hafiz Ahmed Faiz.
Die Amtseinführung war die erste öffentliche Zeremonie dieser Art seit 2009, da die beiden vorherigen unter ungewöhnlichen Umständen stattgefunden hatten. Unter dem Motto "Gemeinsam Zukunft gestalten: Mit Mut, Vertrauen und Herz" stand der Abend im Zeichen von Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt. Kreutz gelobte, seine Amtszeit überparteilich zu führen und das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt zu stellen.
Adnan Ljura, Imam des Deutsch-Albanischen Islamischen Kulturvereins, hielt ein Gebet, das die Einheit und das Überbrücken von Glaubens- und Kulturgrenzen betonte. Torsten Krall, der evangelische Superintendent, dankte dem Bürgermeister für die Übernahme des Amtes und unterstrich die Bedeutung eines gemeinsamen Glaubens und der Solidarität. Ragnar Migenda, erster stellvertretender Bürgermeister, lobte Kreutz' Fähigkeit, Menschen durch den Fokus auf gemeinsame Werte zusammenzubringen.
Halil Ibrahim Gebesci, der die drei muslimischen Gemeinden Bergisch Gladbachs vertrat, zeigte sich dankbar für das Engagement des Bürgermeisters im interreligiösen Dialog. Die Feier stand allen Bürgerinnen und Bürgern offen und unterstrich so die Botschaft von Inklusion und Zusammenarbeit.
Die Veranstaltung setzte einen neuen Akzent für Kreutz' Führung: Sie verband bürgerliches Engagement mit religiöser Harmonie. Indem die Zeremonie in einer katholischen Kirche stattfand und muslimische sowie evangelische Stimmen einbezog, sendete die Stadt ein klares Signal für Zusammenhalt. Nun gilt es, das Versprechen einer überparteilichen Regierungsführung mit Taten zu füllen.






