25 March 2026, 06:19

Berlin feiert seine Clubkultur mit legendären Raves und queerer Rebellion

Gruppe von Menschen, die eine Straße in Berlin entlanggehen und ein "Nonbinary Berlin"-Schild halten, mit Laternenpfählen, Gebäuden, einem Bushaltestellenschild, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Berlin feiert seine Clubkultur mit legendären Raves und queerer Rebellion

Berlin feiert seine legendäre Clubkultur mit dem Festival "Tag der Clubkultur"

Vom 3. bis 12. Oktober verwandelt sich die Hauptstadt in eine Bühne für über 100 Veranstaltungen im Rahmen des Festivals, das von der Clubkommission Berlin organisiert wird. Im Mittelpunkt steht die soziale und politische Verwurzelung einer Szene, die nach dem Fall der Berliner Mauer entstand und weltweit Maßstäbe setzte.

Die Wurzeln des Festivals reichen bis in die 1990er Jahre zurück, als verlassene Gebäude im wiedervereinigten Berlin zu Schauplätzen illegaler Raves wurden. Stadtteile wie Mitte, Kreuzberg und später Friedrichshain entwickelten sich zu globalen Hochburgen des Techno – geprägt von queerer Kultur, Einflüssen aus Detroit und Events wie der Loveparade.

Den Auftakt macht am 2. Oktober das Haus der Visionäre, wo der Club der Visionäre und das CTM-Festival ein gemeinsames Event veranstalten. Zwei Tage später präsentiert der Tipsy Bear in Prenzlauer Berg ab 17 Uhr eine Drag-Show. Am 3. Oktober, dem offiziellen Festivalstart, wird Mark Reeders Dokumentarfilm "B-Movie – Lust & Sound in West-Berlin 1979–1989" gezeigt, der das underground-Feeling der Nachwendezeit einfängt.

Beteiligt sind etablierte Locations wie der KitKatClub, Cassiopeia und das Ohm ebenso wie kleine Pop-up-Spielstätten in Bezirken wie Neukölln und Wedding. Das Berliner Techno-Duo Modeselektor wird ebenfalls auftreten und damit die Mischung aus historischen und zeitgenössischen Acts bereichern.

Berlins Clubszene entstand in den 1990er Jahren in besetzten Fabriken und entwickelte sich zu weltberühmten Institutionen wie dem Berghain, das 2004 eröffnete. Trotz Gentrifizierung in Vierteln wie Prenzlauer Berg bleibt die Kultur ihren Wurzeln verbunden: queere Communities, bezahlbare Räume und ein Geist des Widerstands. Das Festival spiegelt dieses Erbe wider und lotet aus, wie Clubkultur bis heute die Identität der Stadt prägt.

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Der "Tag der Clubkultur" vereint ikonische Clubs, underground-Kollektive und internationale Künstler:innen. Zehn Tage lang gibt es Diskussionsrunden, Filmvorführungen und Performances, die die politischen und sozialen Facetten des Berliner Nachtlebens beleuchten. Mit Beteiligung von langjährigen Szene-Größen und neuen Projekten unterstreicht das Festival den anhaltenden Einfluss einer Bewegung, die aus der bewegten Geschichte der Stadt erwuchs.

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