17 March 2026, 02:16

Berlins legendäres Lettering-Museum schließt nach 20 Jahren für immer seine Pforten

Schwarz-weiß-Postkarte mit mehreren Abbildungen von Berliner Sehenswürdigkeiten, darunter Gebäude, Bäume und eine Statue, mit handgeschriebener Schrift auf der Rückseite.

Berlins legendäres Lettering-Museum schließt nach 20 Jahren für immer seine Pforten

Berlins einzigartiges Lettering-Museum schließt am Montag nach 20 Jahren seine Türen

Steigende Kosten und ein drastischer Besucherrückgang seit der Pandemie haben das Museum unhaltbar gemacht. Hinter den Kulissen suchen Gründerin Barbara Dechant und ihr Team nun nach Wegen, um die umfangreiche Neonsammlung zu bewahren.

Die Geschichte des Museums begann vor Jahrzehnten mit Exponaten wie dem ikonischen "Zierfisch"-Schild. Anfang der 1980er Jahre gefertigt, warb es einst für ein DDR-Zeit Haustiergeschäft in Friedrichshain. 40 Jahre lang leuchteten die kühnen, fließenden Neonbuchstaben und die bunten Fische an der Plattenbau-Fassade am Frankfurter Tor. Als das Schild 2009 abgebaut wurde, fand es im Museum ein neues Zuhause.

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Mit der Zeit wuchs die Sammlung auf rund 3.500 Neonbuchstaben, Schilder und komplette Leuchtinstallationen – viele aus der DDR. Dechant, unterstützt von Ehrenamtlichen und einem kleinen Verein, trug die Hauptlast der Arbeit. Doch die finanziellen Belastungen stiegen, als die Energiekosten explodierten und die Besucherzahlen um die Hälfte einbrachen.

Nun, kurz vor der Schließung, lotet das Team Möglichkeiten aus. Dringend werden Lagerflächen benötigt, und die Hoffnung ruht darauf, dass eine andere Institution die Arbeit des Museums fortsetzt. Das Schicksal der leuchtenden Relikte – von DDR-Designs bis zu modernen Stücken – bleibt ungewiss.

Die Schließung markiert das Ende einer Ära für Berlins Neon-Erbe. Ohne eine neue Lösung könnten die 3.500 Exponate der Öffentlichkeit verloren gehen. Die Suche nach einer nachhaltigen Perspektive geht weiter – doch die Zeit wird knapp.

Quelle