05 April 2026, 04:18

Betrüger nutzen "Schock-Anrufe" gezielt gegen Senioren – so schützen Sie sich

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen als Kostenfaktor für Familien nennt.

Aktionswoche gegen Schockanrufe - So arbeiten die Täter - Betrüger nutzen "Schock-Anrufe" gezielt gegen Senioren – so schützen Sie sich

Betrüger zielen mit "Schock-Anrufen" vermehrt auf ältere Menschen ab

Kriminelle geben sich dabei als in Not geratene Angehörige aus, um ihre Opfer unter falschen Vorwänden zur Geldübertragung zu drängen. Die Masche beginnt oft mit einem Anruf oder einer Nachricht, bei der die Täter gezielt Angst und Zeitdruck nutzen, um rationales Denken auszuschalten. Die Behörden warnen vor diesen perfiden Methoden, die gezielt die Hilfsbereitschaft und Verunsicherung älterer Menschen ausnutzen.

Typischerweise kontaktiert ein Betrüger das Opfer und gibt sich als Enkelkind oder anderes Familienmitglied in einer Notsituation aus. Als Grund für die dringende finanzielle Hilfe werden häufig ein Unfall, eine Festnahme oder eine medizinische Krise vorgebracht. Durch die erzeugte Panik werden die Opfer unter Druck gesetzt, umgehend Überweisungen zu tätigen oder Bargeld zu übergeben.

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Allein in Nordrhein-Westfalen wurden 2023 3.068 Fälle mit Bezug zu im Ausland agierenden Tätern registriert, wobei der Schaden bei rund 1,2 Millionen Euro lag. Im Jahr 2024 stieg die Zahl der Fälle mit in Deutschland ansässigen Straftätern auf 514 – allerdings mit einem deutlich höheren finanziellen Schaden von etwa 9,4 Millionen Euro. Ältere Menschen werden dabei oft zufällig aus Telefonverzeichnissen ausgewählt und sind so ein leichtes Ziel für organisierte Banden.

Die Behörden raten Opfern, ruhig zu bleiben und keine persönlichen oder finanziellen Daten preiszugeben. Stattdessen sollten sie das Gespräch sofort beenden und die Identität des Anrufers über eine vertraute Kontaktperson überprüfen. Ingo Wünsch, Leiter des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen, empfiehlt die Vereinbarung eines Codeworts mit Angehörigen, um deren Identität im Zweifel zu bestätigen. Bei verdächtigen Anrufen wird geraten, diese umgehend bei der Polizei zu melden.

Der Anstieg der "Schock-Anrufe" unterstreicht die Notwendigkeit erhöhter Wachsamkeit – besonders bei älteren Menschen. Die Polizei betont, dass es in echten Notfällen niemals erforderlich sei, Geld an unbekannte Konten zu überweisen. Eine schnelle Meldung solcher Vorfälle kann helfen, weitere finanzielle Verluste zu verhindern und laufende Ermittlungen zu unterstützen.

Quelle