Betrügerbanden-Prozess: Falsche Identitäten bei Fahrtheorieprüfungen in Bielefeld
Kristiane DippelBetrügerbanden-Prozess: Falsche Identitäten bei Fahrtheorieprüfungen in Bielefeld
Fünf Personen aus Bielefeld und Werther müssen sich wegen des Verdachts der organisierten Betrugs bei Fahrtheorieprüfungen vor Gericht verantworten. Zwischen Februar 2022 und Juli 2025 sollen sie im Auftrag anderer Prüfungen unter falscher Identität abgelegt haben. Der Fall kam im Rahmen einer separaten Ermittlung am Landgericht Hannover ans Licht.
Laut Angaben soll die Gruppe für jede Prüfung zwischen 1.100 und 2.000 Euro verlangt haben und auf diese Weise insgesamt etwa 35.000 Euro eingenommen haben. Ihre Masche bestand darin, Doppelgänger anzuheuern, die sich während der Prüfungen als die eigentlichen Prüflinge ausgaben. Einem der Angeklagten wird nachgesagt, die gesamte Operation organisiert zu haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten gewerbsmäßigen Betrug vor. Insgesamt gab es 71 versuchte Betrugsfälle, von denen 14 jedoch vor der Vollendung vereitelt wurden. Der Prozess vor dem Landgericht Bielefeld hat kürzlich begonnen und soll bis Ende Mai dauern; acht Verhandlungstage sind angesetzt.
Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.
Im Verfahren wird geklärt, ob die Beschuldigten für das betrügerische Schema bei den Fahrtheorieprüfungen verantwortlich sind. Ein Urteil wird bis Ende Mai erwartet, wobei mögliche Strafen auch langjährige Haftstrafen umfassen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Identitätsbetrug bei amtlichen Prüfungen einzudämmen.






