Bielefelder Paar entgeht knapp 240-Euro-Betrug bei britischer Reiseerlaubnis
Nina PohlBielefelder Paar entgeht knapp 240-Euro-Betrug bei britischer Reiseerlaubnis
Ein Paar aus Bielefeld entging nur knapp einem Betrugsversuch, bei dem es über eine gefälschte Website fast 240 Euro verloren hätte – und das bei der Beantragung einer britischen Reiseerlaubnis. Der Vorfall, der im März 2026 bei der Polizei angezeigt wurde, zeigt die Risiken auf, die mit der Nutzung inoffizieller Seiten für die Electronic Travel Authorisation (ETA) verbunden sind. Seit Anfang 2025 benötigen alle Reisenden in das Vereinigte Königreich diese digitale Genehmigung, die bei korrekter Beantragung lediglich 18,50 Euro pro Person kostet.
Das Paar begann den Antragsprozess mit einer Online-Suche nach der ETA und landete dabei auf einer Website, die den offiziellen Ablauf nachahmte. Dort gaben sie ihre persönlichen Daten sowie Kreditkarteninformationen ein. Bei der Zahlungsabwicklung stieg die Gesamtgebühr plötzlich auf etwa 240 Euro – ein Vielfaches des eigentlichen Preises.
Misstrauisch wegen der überhöhten Kosten verweigerten sie die Transaktion. Ihre Bank sperrte die Karte vorsorglich. Am 13. März 2026 erstattete das Paar schließlich online Anzeige wegen des versuchten Betrugs.
Die Verbraucherzentrale warnt Reisende davor, auf Websites vorschnell sensible Daten preiszugeben. Offizielle ETA-Anträge müssen ausschließlich über die britische Regierungsplattform unter www.gov.uk/eta gestellt werden. Zwar wurden 2025 in Deutschland keine ähnlichen Betrugsfälle registriert, doch die Behörden mahnen zur Vorsicht, da die Maschen der Betrüger immer raffinierter werden.
Durch ihr schnelles Handeln konnte das Paar einen finanziellen Schaden abwenden. Dennoch dient der Vorfall als Mahnung, stets nur das offizielle ETA-Portal zu nutzen. Betrügerische Websites tauchen häufig in Suchergebnissen auf, verlangen überteuerte Gebühren oder stehlen persönliche Daten. Reisende sollten daher die URLs genau prüfen und sich bei visumbezogenen Transaktionen auf vertrauenswürdige Quellen verlassen.






