Bottrops Klärwerk wird für 45 Millionen Euro modernisiert – ohne Betriebsstopp
Christoph DöhnBottrops Klärwerk wird für 45 Millionen Euro modernisiert – ohne Betriebsstopp
Die Emschergenossenschaft modernisiert ihr Klärwerk in Bottrop mit einer Investition von 45 Millionen Euro. Ziel des Projekts ist es, die Anlage auf den neuesten Stand zu bringen, ohne den Betrieb einzuschränken. Das Werk versorgt derzeit rund 1,34 Millionen Einwohnerwerte und arbeitet vollständig mit selbst erzeugter Energie.
Im Mittelpunkt der Sanierung steht die Nachklärung, die aus 36 Klärbecken besteht. Die Arbeiten sind in neun Phasen unterteilt, um sicherzustellen, dass nie mehr als vier Becken gleichzeitig außer Betrieb sind – so bleibt die Einhaltung der Reinigungsstandards gewährleistet.
In den ersten drei Abschnitten werden die Hauptzulaufkanäle erneuert, wofür ein provisorisches Pumpsystem erforderlich ist. Alte Schlammräumer werden durch neue Modelle ersetzt – zwei Aggregate, die jeweils zwei Becken bedienen – um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Zudem werden die Einlauföffnungen in den Nachklärbecken vergrößert und optimierte Leitbleche eingebaut.
Ein neues Belüftungssystem für die Kanäle sorgt für eine gleichmäßige Luftverteilung, und die Ablaufrinnen für das gereinigte Wasser werden abgedeckt, um das Algenwachstum zu reduzieren. Das Bottroper Klärwerk bleibt damit die erste großtechnische Abwasseranlage Deutschlands, die energieautark arbeitet.
Durch die Modernisierung steigen Effizienz und Betriebssicherheit der Anlage. Zu den Verbesserungen zählen eine bessere Belüftung, weniger Algenbildung und ein optimierter Schlammabtransport. Die Maßnahmen sollen die Leistungsfähigkeit des Werks für die kommenden Jahre sichern.
