24 December 2025, 08:32

Budget für das Haushaltsjahr 2026 Fehlen 30 Millionen Euro

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Brücken, Wasser und verschiedenen Verkehrsmitteln unter einem bewölkten Himmel.

Budget für das Haushaltsjahr 2026 Fehlen 30 Millionen Euro

Willichs Finanzlage verschärft sich dramatisch – Haushalt 2026 weist 29,53 Millionen Euro Defizit auf

Die finanzielle Situation der Stadt Willich hat sich drastisch verschlechtert: Der Haushaltsentwurf für 2026 offenbart ein Defizit von 29,53 Millionen Euro. Auch die Pro-Kopf-Finanzkraft ist deutlich gesunken und liegt nun bei 596 Euro – weit unter dem Landesdurchschnitt von 666 Euro. Finanzdezernent Dr. Raimund Berg präsentierte die düsteren Zahlen am Mittwochabend dem Stadtrat.

Die aktuellen Prognosen zeigen eine weitere Verschärfung der Haushaltskrise. Für 2025 wird nun ein Fehlbetrag von 18,3 Millionen Euro erwartet – sechs Millionen Euro höher als ursprünglich veranschlagt. Verantwortlich dafür sind sinkende Gewerbesteuereinnahmen sowie steigende Ausgaben, etwa für Transferleistungen und Kreisumlagen. Im Jahr 2026 sollen die laufenden Ausgaben um 13,05 Millionen auf 230,65 Millionen Euro steigen, während die Einnahmen um 4,27 Millionen auf 191,42 Millionen Euro zurückgehen.

Dr. Berg betonte die Dringlichkeit von Gegenmaßnahmen und forderte, sich auf rechtlich verpflichtende oder wirtschaftlich unverzichtbare Projekte zu konzentrieren. Zudem müsse man die Betriebskosten für städtische Gebäude senken. Zu den wichtigsten Investitionen 2026 zählen 11,9 Millionen Euro für Schulen und Sporteinrichtungen, 5,5 Millionen Euro für Straßen sowie jeweils drei Millionen Euro für Kitas und das Kulturzentrum De Bütt. Weitere Mittel fließen in die Feuerwehr und den Rettungsdienst (2,7 Millionen Euro, verantwortlich: Berg) sowie in Grundstücksankäufe (6,5 Millionen Euro).

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Ein langfristiges Konsolidierungskonzept ist entscheidend, um die Krise zu bewältigen. Die Stadt muss der Aufsichtsbehörde ein maßgeschneidertes Sanierungsprogramm vorlegen. Zunächst berät der Rat über den Haushaltsentwurf und den mittelfristigen Finanzplan; weitere Diskussionen und die endgültige Abstimmung sind für nächstes Jahr geplant.

Der Haushalt 2026 spiegelt die tiefgreifenden finanziellen Herausforderungen Willichs wider: Die Defizite wachsen, die Einnahmen brechen ein. Zwar sind wichtige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Rettungswesen vorgesehen, doch Kostensenkungen werden unverzichtbar sein. Die nächsten Schritte hängen von der Genehmigung eines Sanierungsplans und den anstehenden Ratsbeschlüssen ab.