Bundesliga-Schiedsrichter verdienen mehr – doch Europas Top-Ligen zahlen deutlich besser
Nina PohlBundesliga-Schiedsrichter verdienen mehr – doch Europas Top-Ligen zahlen deutlich besser
Gehaltsentwicklung von Schiedsrichter:innen im deutschen Fußball: Steigerungen, aber noch hinter Europas Top-Ligen
Die Bezüge für Schiedsrichter:innen im deutschen Fußball sind in den vergangenen fünf Jahren stetig gestiegen. Während die Gehälter für Unparteiische in der Bundesliga mittlerweile zwischen 130.000 und 200.000 Euro pro Jahr liegen, hinken sie im europäischen Vergleich noch hinterher. Die Erhöhungen haben die Einkommen zwar über denen der Ligue 1 positioniert, doch die Premier League, La Liga und Serie A zahlen nach wie vor deutlich besser.
Zwischen 2021 und 2026 stiegen die Gehälter der Bundesliga-Schiedsrichter:innen um etwa 25 bis 30 Prozent. Die Jahresbezüge erhöhten sich von 100.000–150.000 Euro auf 130.000–200.000 Euro, wobei das Mindestgrundgehalt bei 60.000 Euro liegt. Nach fünf Jahren Berufserfahrung verdienen Unparteiische mindestens 70.000 Euro, während Spitzen-Schiedsrichter:innen der "Ersten Klasse" bis zu 80.000 Euro erreichen können. Zusätzlich erhalten sie pro Einsatz 6.000 Euro.
Schiedsrichter-Assistent:innen in der Bundesliga bekommen ein Jahresgehalt von 40.000 Euro sowie 1.500 Euro pro Spiel. In der 2. Bundesliga verdienen Hauptunschiedsrichter:innen 40.000 Euro im Jahr und 3.000 Euro pro Partie, ihre Assistent:innen erhalten 4.000 Euro jährlich und 1.150 Euro pro Spiel.
In der 3. Liga gibt es für Schiedsrichter:innen und Assistent:innen kein Festgehalt. Hier verdienen die Unparteiischen 750 Euro pro Spiel, die Assistent:innen 375 Euro. Zum Vergleich: In der Champions League liegen die Tagessätze für Schiedsrichter:innen zwischen 6.000 und 7.000 Euro pro Spiel – deutlich höher als in den nationalen Ligen.
Trotz der Steigerungen liegen die Bundesliga-Schiedsrichter:innen mit Gehältern von bis zu 200.000 Euro weiterhin hinter den Top-Ligen Europas zurück, auch wenn der Aufwärtstrend anhält. Assistent:innen und Unparteiische in unteren Ligen müssen sich dagegen weitgehend mit Spielhonoraren begnügen, da feste Gehälter hier kaum eine Rolle spielen.






