09 May 2026, 14:20

Bürgergeld-Reform: NRW mit über 1,5 Millionen Betroffenen vor radikalen Änderungen

Liniengraphik, die die Anzahl der Menschen in Armut und Armutsquote in den USA von 1959 bis 2005 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Fast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - Bürgergeld-Reform: NRW mit über 1,5 Millionen Betroffenen vor radikalen Änderungen

Über 5,5 Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit auf Bürgergeld angewiesen – in Nordrhein-Westfalen allein sind es mehr als 1,55 Millionen. Neue Daten aus dem Spätherbst 2024 zeigen, wie sich diese Leistungen über das Bundesland verteilen – und wie sich das System bald grundlegend ändern könnte.

Ende 2024 bezogen fast 2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen eine Form der Grundsicherung. Dazu zählen Arbeitslosengeld II, die Grundsicherung im Alter sowie Leistungen für Asylsuchende. Rund 321.000 Empfänger waren auf die Grundsicherung im Alter angewiesen, während die Zahl der Bezieher von Asylbewerberleistungen auf 88.555 sank.

Die Verteilung unterscheidet sich jedoch stark nach Region. Gelsenkirchen im Rheinland verzeichnete mit 21,7 Prozent der Einwohner die höchste Quote an Grundsicherungsempfängern. Dagegen lag Raesfeld im Kreis Borken mit nur 3,7 Prozent am niedrigsten. Insgesamt ist damit etwa jeder neunte Einwohner des Bundeslandes auf diese Zahlungen angewiesen.

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Die schwarz-rote Koalition der Bundesregierung hat nun Reformpläne vorgelegt. Das Bürgergeld soll in Grundsicherung umbenannt werden – verbunden mit strengeren Auflagen zur Mitwirkung und härteren Sanktionen für diejenigen, die sich nicht daran halten.

Die Reformen zielen darauf ab, das System der Grundsicherung neu auszurichten – und betreffen damit Millionen von Leistungsbeziehern. Da fast 11 Prozent der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens derzeit auf Unterstützung angewiesen sind, werden die Änderungen voraussichtlich erhebliche Auswirkungen haben. Die neuen Regeln sollen in den kommenden Monaten in Kraft treten.

Quelle