"Bürgerkoffer" bringt Behördenleistungen zu mobilitätseingeschränkten Menschen nach Hause
Nina Pohl"Bürgerkoffer" bringt Behördenleistungen zu mobilitätseingeschränkten Menschen nach Hause
Mobilservice für schwer mobilitätseingeschränkte Bürger feiert einjähriges Bestehen
Der „Bürgerkoffer“, ein mobiler Service für Menschen mit schweren Bewegungseinschränkungen, hat sein erstes Betriebsjahr erfolgreich abgeschlossen. Die Initiative bringt wichtige Verwaltungsdienstleistungen direkt in die Wohnungen der Betroffenen. Seit dem Start wurden über 700 Termine durchgeführt – eine unverzichtbare Unterstützung für alle, die Behörden nicht persönlich aufsuchen können.
Der „Bürgerkoffer“ funktioniert als voll ausgestattetes mobiles Büro. Mit Laptop, Drucker, Scanner, Fingerabdrucksensor und Kamera ist das Team vor Ort in der Lage, amtliche Dokumente sofort zu bearbeiten. Der Service ist kostenfrei und richtet sich ausschließlich an Menschen mit starken Mobilitätseinschränkungen, darunter auch Bewohner von Pflegeheimen.
Seit der Einführung hat das dreiköpfige Team 721 Hausbesuche absolviert. Dabei wurden 409 Personalausweise und mehrere Reisepässe ausgestellt sowie 91 Wohnsitzumeldungen bearbeitet. Zudem übernimmt der Service Anträge auf Bescheinigungen und Meldeänderungen – also nahezu alle Aufgaben, die sonst im Bürgeramt erledigt werden müssen.
Interessierte können einen Termin über das städtische Serviceportal oder das ServiceCenter Essen anfordern. Ein speziell umgebautes Fahrzeug ermöglicht es dem Team, die Bürger unabhängig von ihrem Wohnort aufzusuchen – Reisen zu Behörden entfallen damit vollständig.
In den vergangenen zwölf Monaten hat der „Bürgerkoffer“ Hunderten mobilitätseingeschränkten Menschen praktische Hilfe geboten. Ohne zusätzliche Gebühren und mit einem breiten Leistungsspektrum sorgt er dafür, dass wichtige Formalitäten für alle zugänglich bleiben. Das Programm läuft weiterhin und steht allen Bedürftigen mit individuellen Terminen zur Verfügung.






