BVB-Neuzugänge? Ricken versteht Fan-Erwartungen
BVB-Neuzugänge? Ricken versteht die Erwartungen der Fans
Teaser: Borussia Dortmund gab im vergangenen Sommer viel Geld aus, um die Mannschaft zu verstärken. Doch keiner der Neuzugänge hat sich bisher als Stammspieler etabliert. Sportdirektor Lars Ricken zog dennoch eine positive Zwischenbilanz – auch wenn er die wachsende Unzufriedenheit unter den Fans nachvollziehen kann.
Borussia Dortmunds teure Neuzugänge kämpfen um Stammplätze – Ricken bleibt geduldig
Im vergangenen Sommer setzte Borussia Dortmund mit teuren Transfers ein klares Zeichen. Doch zur Halbzeit der Saison hat sich noch keiner der Neuzugänge einen festen Platz in der Startelf erkämpft. Die Fans zeigen sich zunehmend ungeduldig, weshalb Sportdirektor Lars Ricken nun auf die Kritik reagierte.
Im Januar 2025 hatte der BVB zudem Niko Kovač als neuen Cheftrainer verpflichtet, einen Monat später stieß mit Filip Tapalović sein Assistent zum Team. Ihre Aufgabe: Eine Mannschaft zu formen, die noch nach Beständigkeit sucht.
Die Sommer-Neuzugänge tun sich schwer, sofortige Akzente zu setzen. Jobe Bellingham, der am häufigsten eingesetzte der neuen Spieler, kommt auf knapp 500 Einsatzminuten in 14 Ligaspielen. Ricken lobte ausgerechnet ihn für seine „sehr gute Entwicklung“ – trotz harter Konkurrenz im Mittelfeld.
Carney Chukwuemeka stand zwar zwölfmal im Kader, begann aber nur fünf Partien und steuerte ein einziges Tor bei. Stürmer Fábio Silva hingegen rangiert weiterhin hinter Serhou Guirassy in der Hierarchie, auch wenn er in neun kurzen Bundesliga-Einsätzen drei Vorlagen lieferte. Gerüchten zufolge könnte Silva im Winter einen Wechsel anstreben, doch Ricken schloss einen Abgang im Januar kategorisch aus.
Der Sportdirektor verteidigte die Strategie, gezielt auf junge Talente zu setzen, und betonte, dass die drei Spieler Zeit brauchten. Zwar räumte er ein, dass die Unzufriedenheit der Anhänger verständlich sei, doch der Club halte am langfristigen Plan fest. Ricken verwies zudem auf die Herausforderungen, sich in einer stark umkämpften Startelf – besonders im Mittelfeld und Sturm – durchzusetzen.
Kovač, der im Januar 2025 einen Vertrag bis Juni 2027 unterzeichnete, steht nun vor der Aufgabe, die Neuzugänge besser zu integrieren. Gemeinsam mit Co-Trainer Tapalović muss er kurzfristige Erfolge mit der Entwicklung einer Mannschaft in Einklang bringen, die noch nach ihrem Rhythmus sucht.
Bisher haben es Dortmunds Sommertransfers nicht geschafft, sich in der Startformation zu etablieren. Die Vereinsführung bleibt geduldig und setzt auf Entwicklung statt auf sofortigen Erfolg. Nun liegt es an Kovač, ob die jungen Talente schnell genug reifen, um die Erwartungen zu erfüllen.






