Caravaning-Branche setzt auf junge, digitale Zielgruppen nach Boom und Einbruch
Nina PohlCaravaning-Branche setzt auf junge, digitale Zielgruppen nach Boom und Einbruch
Die Caravaning-Branche passt sich nach einer Phase rasanten Wachstums veränderten Kundentrends an. Eine neue Studie von GfK Consumer Insights zeigt Verschiebungen in der Käuferdemografie auf, was den CIVD veranlasst, seine Marketingstrategien zu überarbeiten. Die Ergebnisse verdeutlichen eine jüngere, digitalaffinere Zielgruppe, die neben den traditionellen Kunden an Bedeutung gewinnt.
Der CIVD, der 208 Mitglieder aus den Bereichen Tourismus, Automobilwirtschaft und Reisebranche vertritt, hatte GfK beauftragt, die sich wandelnden Konsumentenwerte zu analysieren. Auf Basis von über 25 Jahren Consumer Life-Daten identifizierte die Studie eine neue Zielgruppe, die zwar ähnliche Einstellungen wie langjährige Caravaning-Enthusiasten aufweist, aber andere Mediennutzungsgewohnheiten hat.
Vor und während der Pandemie stieg die Nachfrage nach Wohnwagen und Wohnmobilen stark an, wobei sich die jährlichen Verkaufszahlen nahezu verdoppelten. Käufer suchten nach flexiblen, naturnahen Reiseoptionen. Aktuell führen jedoch wirtschaftliche Belastungen, geopolitische Unsicherheiten und Lieferkettenprobleme zu einem deutlichen Rückgang der Absätze.
Der 1962 gegründete CIVD vertritt die Interessen der Branche in der deutschen und europäischen Politik und organisiert die CARAVAN SALON in Düsseldorf – die weltweit größte Fachmesse für Freizeitfahrzeuge. Nun plant die Organisation, die Erkenntnisse von GfK zu nutzen, um Imagekampagnen gezielt auszurichten und klassische TV-Werbung mit digitalen, zielgruppenspezifischen Ansätzen zu kombinieren.
Die Studienergebnisse sollen Herstellern als Leitfaden für Produktentwicklung und strategische Planung dienen. Durch angepasste Marketingmaßnahmen strebt der CIVD an, sowohl etablierte als auch neue Kundengruppen effektiver anzusprechen. Dieser Wandel spiegelt größere Veränderungen wider, wie Verbraucher mit Reise- und Freizeitmarken interagieren.






