CDU-Opa Breymann fordert klare Abgrenzung von der AfD – und spaltet damit seine Partei
Kristiane DippelCDU-Opa Breymann fordert klare Abgrenzung von der AfD – und spaltet damit seine Partei
Dieter Breymann, CDU-Politiker aus Mönchengladbach, ist zu einer prägenden Stimme im Kampf gegen Rechtsextremismus geworden. Bekannt als 'CDU-Opa' setzt er sich offen für die 'Brandmauer' ein – eine strikte Absperrung gegen rechtsextreme Parteien wie die AfD. Seine kompromisslose Haltung sorgt sowohl für Bewunderung als auch für Kontroversen innerhalb der eigenen Reihen.
Breymann argumentiert, dass Parteien, die gegen die Verfassung verstoßen, verboten gehören. Ein AfD-Verbot sieht er als notwendigen Zwischenschritt, um den Einfluss der Rechten einzudämmen und rechtliche Grundlagen für staatliches Handeln zu schaffen. Doch ein solcher Schritt erfordert eine parlamentarische Mehrheit – die es derzeit nicht gibt.
Seine Position findet über Parteigrenzen hinweg Zustimmung. Viele sehen in ihm den Beweis, dass Christdemokraten noch zu ihren Werten stehen können. Breymann selbst behauptet, er stehe für all jene Konservativen, die das 'C' in der CDU ernst nehmen. Doch nicht alle Parteikollegen teilen seine harte Linie. Kritiker verweisen auf die Bilanz der Union, der sie vorwerfen, spalterische Politik zu betreiben, echte Lösungen zu vernachlässigen und die Interessen der Mehrheit zu ignorieren. Breymann entgegnet, die Partei müsse sich wieder auf christliche Grundsätze und demokratische Verantwortung besinnen. Der Kampf gegen Extremismus bleibe Priorität – selbst wenn das bedeutet, den eigenen Kurs infrage zu stellen.
Mit seiner Forderung nach einer schärferen Abgrenzung von Rechts hat sich Breymann in die Mitte einer politischen Debatte manövriert. Zwar stoßen seine Verbotsforderungen auf praktische Hürden, doch sein Beharrungsvermögen offenbart die wachsenden Gräben in der CDU. Wie die Partei ihren Weg zwischen Identität und dem Aufstieg extremistischer Strömungen findet, könnte sich an diesem Konflikt entscheiden.






