Charli XCX beendet den "Brat Summer" mit satirischem Filmdrama "The Moment"

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein Plakat, das ein Humor-Salon in Paris, Frankreich, ankündigt, mit Text, der die Angebote des Salons beschreibt.Nina Pohl

Charli XCX beendet den "Brat Summer" mit satirischem Filmdrama "The Moment"

Charli XCX beendet ihre "Brat Summer"-Ära mit der Premiere von "The Moment"

Mit der Uraufführung von "The Moment", einer Mockumentary, die vor begeisterten Fans in Berlin gezeigt wurde, hat Charli XCX den Abschluss ihrer "Brat Summer"-Phase markiert. Der Film, der bereits Anfang dieses Jahres auf dem Sundance Film Festival seine Premiere feierte, begleitet eine fiktionalisierte Version der Popstar-Persönlichkeit, während sie sich mit Ruhm, Branchenzwängen und einem aufdringlichen Regisseur auseinandersetzt – gespielt von Alexander Skarsgård.

Die Premiere im Berliner Zoo Palast zog lange Schlangen an, wobei Fans trotz eisiger Temperaturen ausharrten, um einen Blick auf die Sängerin zu erhaschen. Im Inneren entfaltete sich der Film als satirische Abrechnung mit gieriger Konzermentalität, künstlerischer Langlebigkeit und dem erschöpfenden Kreislauf der Berühmtheit – Themen, die Charli XCX und Regisseur Aidan Zamiri bereits zuvor erkundet hatten. Die Kritiker in Sundance hatten bereits gemischte Reaktionen gezeigt: Viele lobten die Sängerin für ihre zugleich verletzliche und scharfzüngige Darstellung, während Skarsgårds übergriffiger Regisseur mit beißendem Spott für Lacher sorgte. Besonders die erste Filmhälfte, geprägt von Witz und stilvollen Bildern, überzeugte, doch der zweite Akt verlor an Schwung – manche Szenen wirkten zu wörtlich, und die Satire kämpfte mit der Balance zwischen Komödie und Drama.

Charli XCX selbst bezeichnete das Projekt als kathartisch, eine Möglichkeit, ihre eigenen Frustrationen mit der Musikindustrie zu verarbeiten. Die Mockumentary glänzt zudem mit Auftritten von Kylie Jenner, Julia Fox und Rachel Sennott, die der scharfen Abrechnung mit dem Ruhm zusätzlichen Star-Glanz verleihen. Abseits der Leinwand hatte ihr Album "Brat" (2024) ihren kulturellen Einfluss bereits zementiert – selbst politische Momente wie der Wahlkampf von Kamala Harris wurden davon geprägt. Mit "The Moment" schließt sie nun dieses Kapitel ab und sagte Reportern in Berlin: "Es liegt an der Welt, aber für mich ist es vorbei."

Doch Charli XCX bleibt auch jenseits dieses Films aktiv: Sie war in "The Gallerist" und "I Want Your Sex" zu sehen, die beide in Sundance Premiere feierten, und wird bald in einem Remake des Horror-Klassikers "Faces of Death" die Hauptrolle übernehmen.

Die Berliner Premiere festigte "The Moment" als mutige, wenn auch ungleichmäßige Reflexion über Kunst und Durchhaltevermögen. Während die Kritiker gespalten bleiben, bietet der Film Charli XCX eine Bühne, um sich auf ihre eigene Weise mit den Zwängen der Branche auseinanderzusetzen. Für ihre Fans markiert er zugleich das definitive Ende des "Brat Summer"-Phänomens, das sie ins Leben gerufen hat.

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