20 March 2026, 18:18

Christian Ulmen im Skandal: Ex-Frau wirft virtuelle Täuschungen und Missbrauch vor

Schwarze und weiße Zeitschriftumschlag mit der überschrift 'Humoristische Liste', auf dem ein Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau mit einem verschmitzten Gesichtsausdruck zu sehen ist.

Christian Ulmen im Skandal: Ex-Frau wirft virtuelle Täuschungen und Missbrauch vor

Der deutsche Komiker Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und virtuelle Täuschungen begangen zu haben. Die Anschuldigungen haben die Kritik an seinen früheren, heute als frauenfeindlich geltenden TV-Formaten und Sketchen neu entfacht.

Fernandes bezeichnete Ulmens Handlungen als "virtuelle Vergewaltigung" und reiht sich damit in die wachsende Zahl von Frauen ein, die sich gegen Missbrauch zur Wehr setzen. Der Skandal führte zudem dazu, dass die Comedyserie Jerks aus dem Streaming-Angebot von ProSieben entfernt wurde.

Bekanntheit erlangte Ulmen erstmals Mitte der 2000er mit Mein neuer Freund, einer Reality-Show, in der er wöchentlich einen anderen schrecklichen Freund spielte. Das Format sah vor, dass Frauen ihren neuen Partner der Familie vorstellten – nur um dann mit dessen skandalösem Verhalten konfrontiert zu werden. Die peinliche Komik der Sendung basierte auf übertriebener Frauenfeindlichkeit; Ulmen verkörperte etwa Alexander von Eich, einen snobistischen Aristokraten, der seine Freundin mit einem Stock dominierte.

Ein weiteres Projekt, Wer will meine Freundin vögeln?, trieb die Objektifizierung von Frauen auf die Spitze. In der Gameshow konkurrierten Männer darum, wer die "heißeste" Freundin hatte, während die Teilnehmerinnen demütigende Aufgaben erfüllen mussten. Frauen, die bis zum Ende durchhielten, erhielten eine Geldprämie.

Hinter den Kulissen wirft Fernandes Ulmen nun verstörendes Verhalten vor. Sie behauptet, er habe sie im Internet imitiert, pornografisches Material unter ihrem Namen veröffentlicht und sogar Telefongespräche mit sexuellen Inhalten geführt, während er vorgab, sie zu sein. Die Vorwürfe lösten öffentliche Empörung aus – viele berufen sich dabei auf die Worte der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln."

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Auch Ulmens Comedyserie Jerks (2006–2010) enthielt provokante Sketche, die heute wegen ihres geschmacklosen und frauenverachtenden Inhalts kritisiert werden. Nach Fernandes' Aussagen zog ProSieben die Serie aus seinem Streaming-Angebot zurück. Ihre Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, wirft ein Schlaglicht auf ein mutmaßliches Muster von Grenzüberschreitungen durch Männer in der Unterhaltungsbranche und befeuert die Debatte über Verantwortung in der Industrie.

Fernandes' Zeugnis rückt Ulmens Karriere und sein privates Verhalten erneut in den Fokus. Die Entfernung von Jerks aus den Streaming-Diensten ist eine konkrete Reaktion auf die Vorwürfe. Gleichzeitig hält die gesellschaftliche Diskussion über Frauenfeindlichkeit in den Medien an – immer mehr Frauen teilen ihre Erfahrungen mit Missbrauch und Manipulation.

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