20 December 2025, 22:27

Cologne Housing Association GAG verschreibt Raumtemperatur für Mieter

Ein Zimmer mit einem Bett in der Mitte, ein Fahrrad auf der rechten Seite, ein Fenster auf der linken Seite, ein Tischventilator, Taschen und Flaschen unten, mit Licht von oben.

Cologne Housing Association GAG verschreibt Raumtemperatur für Mieter

Kölner Wohnungsbaugesellschaft GAG schreibt Raumtemperaturen für Mieter vor

Teaser: 20 Grad tagsüber, 17 Grad nachts: Die Kölner Wohnungsbaugesellschaft GAG hat die Heizleistung in fast allen ihren Wohnungen gedrosselt.

19. Dezember 2025, 17:25 Uhr

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Die Kölner Wohnungsbaugesellschaft (GAG) hält seit der Energiekrise 2023 in nahezu allen ihren Wohnungen die Heiztemperaturen auf niedrigerem Niveau. Tagsüber werden maximal 20 Grad erreicht, nachts sinkt die Temperatur auf 17 Grad. Das Unternehmen begründet dies mit Energiesparmaßnahmen und geringeren Kosten für die Mieter – doch einige Bewohner klagen über zu kalte Wohnungen.

Erstmals hatte die GAG während der Energiekrise 2023 die Heizleistung in ihren Gebäuden reduziert. In einem Schreiben mit dem Titel „Die Energiekrise gemeinsam meistern“ erklärte das Unternehmen die Maßnahme als Beitrag zur Ressourcenschonung. Auch nach dem Abklingen der Krise entschied sich die GAG, die niedrigeren Einstellungen beizubehalten.

Betroffene Mieter, darunter ältere Bewohner wie Jürgen Eil und Karin Weiland, kritisieren die kühleren Bedingungen. Erst kürzlich hatte ein Techniker der GAG die Heizungsrohre in ihrem Haus überprüft, woraufhin sich die Situation in ihren Wohnungen vorübergehend besserte. Für viele andere bleibt das Problem jedoch bestehen. Der Rechtsanwalt Jakob Kreutzer äußerte sich zum Streit: Zwar seien Vermieter nur zur Einhaltung von Mindeststandards bei der Beheizung verpflichtet, sodass Mieter kein Recht auf höhere Temperaturen hätten. Dennoch kritisierte er, dass die GAG die Bewohner nicht vor der dauerhaften Umstellung konsultiert habe. In Pflegeeinrichtungen gelten etwas großzügigere Regelungen: In Demenz-Wohngruppen, Tagesstätten und Seniorenheimen werden tagsüber bis zu 23 Grad und nachts 20 Grad erreicht.

Unternehmenssprecher Jörg Fleischer verteidigte die Vorgehensweise mit dem Verweis auf verantwortungsvollen Energieverbrauch und die Entlastung der Mieter bei den Heizkosten.

Die Entscheidung der GAG, die reduzierte Beheizung beizubehalten, stößt auf geteilte Reaktionen. Während das Unternehmen Kosteneinsparungen und Nachhaltigkeit betont, äußern betroffene Mieter weiterhin Bedenken hinsichtlich des Wohnkomforts. Eine Änderung der Regelung ist vorerst nicht geplant.