Crowdfunding für Markus W. nach Ofarim-Skandal: Spenden statt ausstehender Entschädigung

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Ein Plakat mit einem Gebäudeabbild und Text, der für den American Rescue Plan wirbt und darauf hinweist, dass 15 Millionen Amerikaner Schwierigkeiten haben, die Miete zu bezahlen.Kristiane Dippel

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Crowdfunding für Markus W. nach Ofarim-Skandal: Spenden statt ausstehender Entschädigung

Ein Social-Media-Influencer hat eine Crowdfunding-Kampagne für Markus W. gestartet, den Hotelmitarbeiter, der 2021 zu Unrecht vom Sänger Gil Ofarim beschuldigt worden war. Die Spendenaktion soll W. unterstützen, nachdem Ofarim ihm weiterhin 20.000 Euro aus einem Gerichtsvergleich schuldet. W. plant, das gespendete Geld mit Hilfsorganisationen und seiner Familie zu teilen.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim behauptete, Markus W. habe ihn im Leipziger Westin Hotel wegen eines Davidstern-Anhängers diskriminiert. Erste Berichte lenkten den öffentlichen Verdacht auf W., doch spätere Ermittlungen, Zeugenaussagen und Sachverständigengutachten widerlegten Ofarims Darstellung. 2023 entschuldigte sich Ofarim vor Gericht, löschte das Beschuldigungsvideo und willigte ein, W. 10.000 Euro für eine gemeinnützige Organisation sowie 20.000 Euro als Entschädigung zu zahlen.

Ofarims Anwalt erklärte, die 20.000 Euro würden gezahlt, sobald der Sänger über ausreichend liquide Mittel verfüge – darunter Einnahmen aus seinem Auftritt 2023 bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, wo er 100.000 Euro von insgesamt 400.000 Euro Honorar gewann. Doch bis 2026 hat W. das Geld noch immer nicht erhalten. Unterdessen gewinnt eine aktuelle Crowdfunding-Kampagne für ihn an Fahrt, wobei der Initiator volle Transparenz bei der Verteilung der Gelder verspricht.

W. zeigte sich dankbar für die Unterstützung und skizzierte Pläne für die Spenden. Ein Teil des Geldes soll an die Anti-Hass-Organisation HateAid und die Kinderhilfsorganisation Minilöwen gehen. Zudem möchte er einen Teil für gemeinsame Zeit mit seiner Familie nutzen. Trotz des rechtskräftigen Urteils zu seinen Gunsten kritisiert W., dass Ofarim sich weiterhin als Opfer darstelle.

Die Spendenaktion unterstreicht die anhaltende öffentliche Solidarität mit Markus W., der mittlerweile als der zu Unrecht Beschuldigte im Fall gilt. Die Gelder kommen Hilfsprojekten und seiner Familie zugute, während die ausstehende Zahlung aus dem Vergleich weiterhin offen ist. W. betonte erneut seine Unschuld – gestützt durch die gerichtliche Bestätigung – und wies auf Ofarims anhaltende Opferrolle hin.