Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – veraltete Software als Risikofaktor
Nina PohlCyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – veraltete Software als Risikofaktor
Stadtwerke Detmold seit Montag von Cyberangriff betroffen
Seit Montag ist die Stadtwerke Detmold GmbH Ziel eines Cyberangriffs. Durch die Attacke sind zahlreiche Systeme des Versorgers offline gegangen, was zu erheblichen Beeinträchtigungen für Kunden geführt hat. Nun prüfen die Behörden, inwieweit veraltete Software eine Rolle bei dem Sicherheitsvorfall gespielt haben könnte.
Der Angriff hat zentrale Teile der IT-Infrastruktur lahmgelegt. Telefonleitungen, darunter auch der Kundenservice, sind komplett ausgefallen. Ebenfalls nicht verfügbar sind E-Mail-Dienste und Online-Angebote wie die Übermittlung von Zählerständen. Auf der Startseite des Unternehmens wird ein schwerwiegender IT-Ausfall bestätigt.
Erste Ermittlungen zeigen, dass einige Systeme der Stadtwerke mit veralteter Software betrieben wurden. Auf einem Server liefen noch PHP-Skripte aus dem Jahr 2013, ein anderer arbeitete mit Windows Server 2003 R2. Diese ungeschützten Systeme waren über einen unbekannten Zeitraum hinweg online angreifbar, bevor der Vorfall entdeckt wurde.
Das Landeskriminalamt (LKA) ist informiert und untersucht den Vorfall. Noch ist unklar, ob Kundendaten abflossen. Die Versorgung mit Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme läuft jedoch weiterhin stabil.
Der Versorger arbeitet daran, die Systeme wiederherzustellen, kann aber noch keinen Zeitplan für die Behebung nennen. Die Ermittler konzentrieren sich nun darauf, wie die veraltete Infrastruktur den Angriff begünstigt hat. Kunden werden aufgefordert, die Website des Unternehmens nach aktuellen Informationen zu prüfen, während sich die Lage weiterentwickelt.






