03 March 2026, 09:22

Deutsche Autobauer verlieren im globalen E-Auto-Wettlauf an Boden

Ein Mercedes-Benz-Werk in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Straße, umgeben von Gras, Pflanzen, Bäumen, Gebäuden und Polen, von denen einer ein Logo trägt, unter einem bewölkten Himmel.

Deutsche Autobauer verlieren im globalen E-Auto-Wettlauf an Boden

Die deutsche Automobilindustrie steht trotz des Ausbaus ihrer Elektrofahrzeugproduktion (EV) vor wachsenden Herausforderungen. Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer nennt hohe Kosten und ein unvorteilhaftes Wirtschaftsumfeld als zentrale Gründe. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der große Marken wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz Mühe haben, mit der globalen Konkurrenz wie Tesla und BYD mitzuhalten.

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In den vergangenen fünf Jahren haben die deutschen Hersteller ihre EV-Produktion deutlich gesteigert. Die Stückzahlen stiegen von etwa 500.000 Einheiten im Jahr 2021 auf rund 2,5 Millionen im Jahr 2025. Dennoch sank ihr Anteil am weltweiten Elektroautomarkt von 15 auf nur noch 8 Prozent.

Wettbewerber wie Tesla und BYD legten im gleichen Zeitraum deutlich zu. Teslas Jahresproduktion kletterte von 1 Million auf 6 Millionen Fahrzeuge und sicherte dem Unternehmen etwa 45 Prozent Marktanteil. BYD weitete seine Produktion von 0,5 Millionen auf 4 Millionen Einheiten aus und hält nun rund 25 Prozent. Traditionelle US-amerikanische und japanische Hersteller – darunter GM, Ford, Toyota und Honda – behielten gemeinsam einen Marktanteil von 10 bis 12 Prozent, setzen jedoch stärker auf Hybridmodelle.

Dudenhöffer kritisierte die hohen Energiepreise in Deutschland, den überdimensionierten Sozialstaat sowie die hohen Lohnnebenkosten. Diese Faktoren hätten, so seine Argumentation, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Automobilbranche geschwächt. Dennoch sieht er die Industrie nicht in einem unaufhaltsamen Niedergang, sondern bezeichnet das Jahr 2022 als "extremen Ausreißer" und nicht als langfristigen Trend.

Der Experte bleibt optimistisch, was die Zukunft der deutschen Autobauer angeht. Er ist überzeugt, dass sie sich erholen können, indem sie ihre internationalen Aktivitäten ausbauen und sich besser an den globalen Wettbewerb anpassen.

Deutsche Marken produzieren zwar weiterhin mehr Elektrofahrzeuge, verlieren aber gegenüber schneller wachsenden Konkurrenten an Boden. Dudenhöffers Analyse deutet darauf hin, dass Kostendruck und Energieausgaben weiterhin zentrale Hürden darstellen. Die Fähigkeit der Branche, ihre globale Strategie anzupassen, wird voraussichtlich über ihre langfristige Positionierung auf dem Markt entscheiden.