Deutsche Bahn schließt Servicezentren in Wuppertal und Solingen – Kritik wächst
Kristiane DippelDeutsche Bahn schließt Servicezentren in Wuppertal und Solingen – Kritik wächst
Deutsche Bahn schließt Reisezentren in Wuppertal und Solingen
Die Deutsche Bahn wird ihre Reisezentren an den Hauptbahnhöfen von Wuppertal und Solingen schließen. Der Schritt folgt auf die Vergabe des örtlichen Fahrkartenverkaufs für den Nahverkehr durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) an den Konzern Transdev. Lokale Politiker zeigen sich besorgt über die Auswirkungen auf die Reisenden.
Kritik an der Schließung kommt von den SPD-Landtagsabgeordneten Josef Neumann, Dilek Engin und Andreas Bialas. Sie betonen, dass der persönliche Service weiterhin unverzichtbar sei – etwa für komplexe Buchungen, kurzfristige Änderungen oder Rückerstattungen. Neumann warnte, dass Betroffene künftig nach Düsseldorf reisen müssten, um solche Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.
Dilek Engin fragte, wie Reisende künftig Probleme ohne die Servicezentren lösen sollten. Sie wirft der Bahn vor, mit der Maßnahme ihren Ruf weiter zu beschädigen und vulnerable Gruppen wie ältere Fahrgäste oder Touristen zu benachteiligen. Andreas Bialas ergänzte, dass viele Menschen nach wie vor Schwierigkeiten mit digitalen Ticketlösungen hätten und auf persönliche Beratung angewiesen seien.
Die Deutsche Bahn rechtfertigt ähnliche Schließungen in anderen Städten mit dem Verweis auf modernisierte Standorte in Köln, Hamburg und Berlin. Dort habe das Unternehmen Zentren neu eröffnet oder aufgewertet und verspricht besseren Service und mehr Komfort. Weitere Wiedereröffnungen sind in Mannheim, Dresden und Göttingen geplant. Für Wuppertal und Solingen gibt es solche Pläne jedoch nicht.
Ein Pressesprecher der Bahn in Düsseldorf, Dirk Pohlmann, lehnte eine Stellungnahme zu den Schließungen ab. Unklar bleibt, wie die Deutsche Bahn die betroffenen Reisenden in den beiden Städten nach der Schließung unterstützen will.
Die Stilllegung der Reisezentren wirft zentrale Fragen auf. Ohne alternative Präsenzangebote könnten Fahrgäste in Wuppertal und Solingen Probleme bei der Ticketbuchung oder der Bewältigung von Reisebehinderungen bekommen. Zudem droht die Entscheidung, den Kundenservice der Bahn zusätzlich zu belasten.






