Deutsche Glasfaser bremst Ausbau in Elmpt aus – Projekt vorerst gestoppt
Kristiane DippelDeutsche Glasfaser bremst Ausbau in Elmpt aus – Projekt vorerst gestoppt
Deutsche Glasfaser stoppt vorerst Glasfaserausbau in Elmpt
Deutsche Glasfaser wird ihr Glasfasernetz in Elmpt auf absehbare Zeit nicht ausbauen. Das Unternehmen hatte kürzlich eine Bedarfsanalyse in der Region abgeschlossen, kam jedoch zu dem Schluss, dass das Projekt wirtschaftlich nicht tragfähig ist. Auch in der Gemeinde Niederkrüchten sind vorerst keine Neubauten durch den Anbieter zu erwarten – zumindest nicht vor Ende 2027.
Anfang 2025 hatte Deutsche Glasfaser in Elmpt, einem Ortsteil von Niederkrüchten, das Verfahren zur Nachfragebündelung abgeschlossen. Zwar konnten zunächst genug Neukundenverträge für eine Expansion gewonnen werden, doch spätere finanzielle Prüfungen deckten erhebliche Hindernisse auf. Der geplante Ausbau sollte ohne öffentliche Förderung oder umfangreiche administrative Unterstützung erfolgen.
Frank Kriegers, der bereits frühere Infrastrukturprojekte geleitet hat, verwies auf steigende Kosten und einen Mangel an Ressourcen bei deutschen Netzbetreibern. Diese Faktoren machten die Erweiterung in Elmpt schließlich undurchführbar. Die Gemeinde Niederkrüchten erklärte unterdessen, sie werde künftige Vorhaben unterstützen, falls sich ein anderer Anbieter für das Projekt interessiert.
Niederkrüchten verfügt bereits über eine gute Breitbandabdeckung: Über 96 Prozent der Haushalte haben Zugang zu Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s, und mehr als 98 Prozent können mindestens 100 Mbit/s nutzen. Anwohner mit Fragen zum Projekt werden gebeten, sich direkt an Deutsche Glasfaser zu wenden.
Die Entscheidung bedeutet, dass es vorerst keinen kommerziellen Glasfaserausbau durch Deutsche Glasfaser in Elmpt geben wird. Die lokalen Behörden zeigen sich jedoch offen dafür, alternative Anbieter in Zukunft zu fördern. Die bestehenden Hochgeschwindigkeitsverbindungen in Niederkrüchten werden die meisten Haushalte weiterhin versorgen.
