29 April 2026, 14:22

Deutschland und Niederlande bestellen 222 Jackal-Schützenpanzer für 3,4 Milliarden Euro

Deutsches Aktienzertifikat für "Schweiz Wagons-Fabrik A.G." mit blauem Rand und gedrucktem Text.

Deutschland und Niederlande bestellen 222 Jackal-Schützenpanzer für 3,4 Milliarden Euro

Deutschland und die Niederlande haben sich auf ein 3,4-Milliarden-Euro-Geschäft für hunderte neue Schützenpanzer vom Typ Jackal geeinigt. Die radbasierten Kampfsysteme werden zwischen den beiden Ländern aufgeteilt: 150 Fahrzeuge gehen an die deutsche Bundeswehr, 72 an die niederländischen Streitkräfte. Der Vertrag markiert eine bedeutende Erweiterung der Boxer-Fahrzeugfamilie, die bereits ein Investitionsvolumen von 10 Milliarden Euro unter der Verwaltung der OCCAR umfasst.

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Der Jackal basiert auf dem Boxer-Radfahrgestell, ist jedoch mit dem Turm und der 30-mm-Hauptkanone des kettenbasierten leichten Panzers Puma ausgestattet. Diese Kombination bietet eine leichtere, mobilere Alternative, behält aber gleichzeitig starke Feuerkraft. Rheinmetall, das im Rahmen des Joint Ventures Artec mit KNDS Germany kooperiert, wird fast 3 Milliarden Euro des Produktionsauftrags übernehmen.

Das Abkommen folgt auf die jüngste deutsche Bestellung von Sanitätsfahrzeugen auf Boxer-Basis. Weitere Varianten befinden sich in der Entwicklung, darunter eine Brückenlegeversion und eine Haubitze, die mit der Kanone der Panzerhaubitze 2000 ausgerüstet wird. Diese Ergänzungen erweitern die Einsatzmöglichkeiten des Boxer über Truppentransport und medizinische Unterstützung hinaus.

Die Gesamtinvestitionen der OCCAR in Boxer-bezogene Projekte belaufen sich mittlerweile auf über 10 Milliarden Euro. Das Programm wächst weiter, da neue Varianten in Dienst gestellt werden, und festigt damit die Position des Fahrzeugs als zentrales Element der europäischen Streitkräfte.

Der 3,4-Milliarden-Euro-Vertrag sieht die Lieferung von 222 Jackal-Fahrzeugen an Deutschland und die Niederlande bis zur Vertragserfüllung vor. Die Beteiligung von Rheinmetall stellt sicher, dass ein erheblicher Teil der Arbeiten innerhalb der Artec-Partnerschaft bleibt. Mit weiteren Varianten in der Entwicklung wird die Boxer-Plattform auch künftig eine Schlüsseltechnologie für moderne radbasierte Militärfahrzeuge bleiben.

Quelle