Deutschlands 3:1 gegen Nordirland – Sieg mit deutlichen Defiziten
Kristiane DippelDeutschlands 3:1 gegen Nordirland – Sieg mit deutlichen Defiziten
Deutschland siegt mit 3:1 gegen Nordirland in Köln – aber mit Schwächen
Im Rahmen der Länderspielpause im September setzte sich Deutschland in Köln mit 3:1 gegen Nordirland durch. Der Sieg kam nach einer frustrierenden ersten Halbzeit, in der die Mannschaft lange brauchte, um das 0:0 zu brechen. Die Fans im Stadion machten vor dem Seitenwechsel deutlich ihre Unzufriedenheit Luft.
Zur Pause stand es Unentschieden. Trotz Ballbesitzvorteils hatte die deutsche Elf ihre Chancen nicht genutzt. Bundestrainer Julian Nagelsmann räumte ein, dass sein Team in Führung hätte gehen müssen, kassierte dann aber ausgerechnet beim einzigen Torabschluss der Nordiren das Gegentor.
In der Kabine forderte Nagelsmann seine Spieler zu mehr Leistung auf. Nach dem Wiederanpfiff zeigte die Mannschaft mehr Druck, und die Einwechslungen machten sich bezahlt: Nadiem Amiri und Florian Wirtz trafen in der zweiten Hälfte und sicherten so den Sieg.
Allerdings mangelte es Deutschland nach der Pause an Tempo im Spielaufbau. Mit einem Sieg und einer Niederlage bleibt die Bilanz der Länderspielpause durchwachsen. In der Gruppenphase belegt die DFB-Auswahl mit drei Punkten aktuell den dritten Platz – sechs Zähler hinter der Slowakei.
Der Erfolg gegen Nordirland hält die Deutschen zwar im Rennen um die vorderen Plätze, doch sie liegen weiterhin hinter der Slowakei. In den kommenden Spielen haben sie die Chance, in der Tabelle aufzusteigen. Dafür muss das Team jedoch seine zögerliche Spielgestaltung verbessern, um weitere Enttäuschungen zu vermeiden.
