Deutschlands Frauen siegen knapp 1:0 gegen Frankreich – junge Talente überzeugen
Christoph DöhnDeutschlands Frauen siegen knapp 1:0 gegen Frankreich – junge Talente überzeugen
Deutschlands Frauenmannschaft erkämpft sich knappen 1-0-Sieg gegen Frankreich im Nations-League-Halbfinal-Hinspiel
Bundestrainer Christian Wück lobte zwar das Ergebnis, betonte jedoch gleichzeitig, dass es noch Verbesserungspotenzial gebe. Besonders erfreulich: Junge Spielerinnen übernahmen in der Partie verantwortungsvolle Rollen.
Das einzige Tor des Spiels fiel spät – Klara Bühl traf in der 79. Minute zum entscheidenden 1:0. Wück räumte ein, dass seine Mannschaft weiterhin Schwierigkeiten habe, Torchancen zu verwerten, und sieht hier kaum Fortschritte seit der Analyse der EM-Kampagne.
Eine auffällige taktische Änderung war der Einsatz von Jule Brand im zentralen Mittelfeld. Die 23-jährige Ex-Wolfsburgerin agierte als Spielmacherin in einem Aufbauschema, das Wück als gelungenes „Experiment“ bezeichnete. Er lobte sie als „extrem spielintelligent“, merkte aber an, dass noch „Luft nach oben“ sei.
In der Abwehr glänzte die 21-jährige Bayern-Linksverteidigerin Franziska Kett mit einer „unglaublich stabilen“ Leistung. Ihre Schnelligkeit und Souveränität festigten die deutsche Defensive. Ebenfalls überzeugend zeigte sich Debütantin Camilla Küver (22), deren Athletik Wück als „auf sehr hohem Niveau“ hervorhob.
Wück unterstrich erneut seinen Fokus auf die Förderung junger Talente – Küvers selbstbewusster Auftritt sei ein Beleg für den Erfolg dieses Ansatzes.
Mit dem Sieg geht Deutschland gestärkt ins Rückspiel. Wücks Vertrauen in die Jugend scheint sich auszuzahlen: Spielerinnen wie Brand, Kett und Küver hinterließen ihre Spuren. Dennoch bleibt eine präzisere Chancenverwertung entscheidend, soll das Team weiterkommen.






