27 June 2026, 14:13

Dieter Nuhrs frauenfeindliche Witze entfachen Debatte über Satire und Verantwortung

Dieter Nuhrs Misogynie-Witze

Dieter Nuhrs frauenfeindliche Witze entfachen Debatte über Satire und Verantwortung

Der deutsche Komiker Dieter Nuhr hat mit frauenfeindlichen Witzen in seiner jüngsten ARD-Sendung für Aufsehen gesorgt. In seinem Programm gibt er Frauen unter anderem den „Rat“, Femizide zu vermeiden, indem sie ihre Sexualpartner vor dem Geschlechtsverkehr gründlich prüften. Öffentlich-rechtliche Sender wie der rbb setzen weiterhin auf seine Art von Satire – mit Verweis auf die künstlerische Freiheit.

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In der Show behauptete Nuhr etwa, Parkplätze seien „strukturell zu klein“ für Frauen. Zudem bestritt er, dass es in Deutschland ein systemisches Problem mit der Tötung von Frauen gebe – obwohl die Statistiken jährlich 300 bis 350 Femizide verzeichnen. Sein „Tipp“ an Frauen, ihren Partner vor dem Sex „kennenzulernen“, präsentierte er als präventive Maßnahme gegen Mord.

Kritiker werfen ihm vor, seine Witze seien weder geistreich noch subtil. Stattdessen würden Frauen systematisch zur Pointe degradiert und als minderwertig oder gar als Besitz dargestellt. Mit seiner Aussage zu Femiziden schiebe er zudem die Schuld den Opfern zu, statt die Täter in den Fokus zu nehmen.

Die Sender rechtfertigen Nuhrs Auftritte mit dem Argument der Satirefreiheit. Seine Programme werden weiterhin ausgestrahlt, doch die jüngsten Äußerungen haben scharfe Kritik ausgelöst. Die Debatte dreht sich darum, ob solche „Humor“-Formate unter dem Deckmantel der Komik schädliche Klischees verfestigen.

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