Dinslakens Eislaufhalle kämpft um Überleben: Millionenkosten und Kürzungen drohen
Dinslakens Eislaufhalle kämpft um Überleben: Millionenkosten und Kürzungen drohen
Die Eislaufhalle in Dinslaken steht vor einer ungewissen Zukunft, da die Stadt mit steigenden Kosten und Haushaltskürzungen kämpft. Am 11. Februar 2026 trafen sich lokale Sportvereine mit Bürgermeister Simon Panke, um über Finanzierungsprobleme zu beraten – darunter eine anstehende Dachsanierung, die bis 2027 voraussichtlich eine Million Euro kosten wird. Die Gespräche fanden statt, während die Stadt plant, die Zuschüsse für Eissportvereine in den nächsten zwei Jahren drastisch zu kürzen.
Die jährlichen Betriebskosten der Eislaufhalle, einschließlich der Vereinsförderung, belaufen sich derzeit auf etwa 1,25 Millionen Euro. Nicht eingerechnet sind dabei dringende Infrastrukturmaßnahmen wie die Dachsanierung, für die rund eine Million Euro veranschlagt werden. Bürgermeister Panke skizzierte zwei Lösungsansätze, um die Anlage zu erhalten: die Gewinnung eines privaten Investors oder eine weitere Erhöhung der Grundsteuern.
Laut dem Haushaltsentwurf sollen die Zuschüsse für Eissportvereine 2027 und 2028 jeweils um 125.000 Euro gekürzt werden. Der Stadtrat strebt an, bis Ende März eine umfassende Konsolidierungsstrategie zu beschließen, mit dem Ziel, das Defizit innerhalb von acht Jahren abzubauen. Zusätzliche Mittel könnten von städtischen Unternehmen wie den Stadtwerken kommen, die unter Druck stehen, ihre Beiträge zu erhöhen.
Langfristig wird auch über ein 40-Millionen-Euro-Modernisierungsprogramm diskutiert, das in früheren Sitzungen erörtert wurde. Eine Finanzierung allein über die Grundsteuer würde jedoch einen Anstieg des kommunalen Hebesatzes (Grundsteuer B) um 70 Prozentpunkte erfordern. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Eislaufhalle liegt nun beim Stadtrat.
Die geplanten Kürzungen der Zuschüsse und die Reparaturkosten werden die lokalen Vereine und die städtischen Finanzen weiter belasten. Sollte der Haushaltsplan verabschiedet werden, würde die jährliche Förderung für den Eissport bis 2028 um 250.000 Euro sinken. Die anstehende Abstimmung im Rat wird zeigen, ob private Investitionen, Steuererhöhungen oder alternative Maßnahmen den Betrieb der Eislaufhalle sichern können.
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