04 January 2026, 04:33

Dormagen leuchtet lila gegen die Todesstrafe bei globaler Kampagne

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Straße protestieren und Plakate halten, mit Gebäuden, Bäumen, Laternenmasten und dem Himmel im Hintergrund.

Dormagen leuchtet lila gegen die Todesstrafe bei globaler Kampagne

Dormagen beteiligt sich an globaler Kampagne Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe

Am 30. November nimmt Dormagen an der weltweiten Aktion Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe teil. Die Initiative setzt sich gegen die Hinrichtung von Menschen ein und verteidigt die Würde des menschlichen Lebens. Als Zeichen der Solidarität wird das Neue Rathaus vom 28. bis 30. November in Lila beleuchtet.

Trotz wachsender Ablehnung wird die Todesstrafe in vielen Ländern weiterhin Dezember 2024. Die UN-Generalversammlung verabschiedete eine Resolution, die ihre Abschaffung fordert – 130 Staaten unterstützten den Beschluss.

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In den letzten Monaten gab es in mehreren Ländern hitzige Debatten und Reformen. Israel brachte Anfang 2026 ein Gesetz auf den Weg, das Hinrichtungen bei rassistisch motivierten Tötungen ausweiten soll, was Kritik vom UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk auslöste. In Nigeria forderte die Gemeinschaft Sant'Egidio im Januar 2025 Reformen. Gleichzeitig führte der Iran im Dezember 2025 in der Provinz Semnan mehrere öffentliche Hinrichtungen durch – seit Jahresbeginn wurden dort über 1.000 Vollstreckungen dokumentiert. Auch Pakistan, Vietnam und Japan überprüften ihre Praxis der Todesstrafe. In Deutschland haben sich fast 300 Städte dem internationalen Netzwerk gegen die Todesstrafe angeschlossen. Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte, dass Hinrichtungen die Menschenwürde verletzen und grundlegenden Werten widersprechen.

Die Kampagne zeigt die anhaltenden globalen Spannungen um die Todesstrafe: Während einige Länder auf eine verschärfte Anwendung drängen, setzen sich andere für ihre Abschaffung ein. Dormagens Teilnahme steht für die breiteren Bemühungen, die Praxis durch öffentliche Aufmerksamkeit und politisches Engagement infrage zu stellen.