Dortmund siegt 2:0 gegen Atalanta – doch der Transferstreit überschattet alles
Horst-Dieter GertzDortmund siegt 2:0 gegen Atalanta – doch der Transferstreit überschattet alles
Borussia Dortmund sichert sich 2:0-Sieg gegen Atalanta Bergamo im Champions League Playoff Hinspiel – doch der Streit zwischen den Klubs überschattet das Spiel
Borussia Dortmund hat das Hinspiel der Champions League Play-offs mit einem souveränen 2:0 gegen Atalanta Bergamo für sich entschieden. Doch der sportliche Erfolg geriet angesichts eines erbitterten Streits zwischen den beiden Vereinen in den Hintergrund. Atalantas Präsident warf Dortmund vor, Transferregeln verletzt und die Jugendarbeit des italienischen Klubs missachtet zu haben.
Auslöser der Spannungen war eine Äußerung von Atalantas Präsident Antonio Percassi, der dem BVB vorwirft, den 18-jährigen Samuele Inácio 2024 "gestohlen" zu haben – und damit gegen FIFA-Bestimmungen verstoßen sowie Fristen im Transferfenster ignoriert zu haben. Bisher gibt es weder eine offizielle Klage noch eine Stellungnahme Dortmunds.
Als Zeichen des Protests boykottierte Atalanta das traditionelle Mittagessen der Vereinsvertreter vor dem Spiel. Die Stimmung eskalierte weiter, als Inácio überraschend in Dortmunds Spieltagskader gegen seinen Ex-Klub berufen wurde. Percassi kritisierte dies scharf als "weitere Respektlosigkeit".
Trotz der Eskalation abseits des Platzes blieb der BVB auf dem Rasen fokussiert. Der 2:0-Erfolg verschafft den Dortmundern eine komfortable Ausgangsposition für das Rückspiel.
Der Konflikt hat die Beziehungen zwischen den Vereinen schwer belastet. Atalantas Boykott und die öffentlichen Vorwürfe unterstreichen die Verärgerung über den Transfer. Während Dortmund mit dem Sieg seine Champions League Träume weiterverfolgt, bleibt die Kontroverse ungelöst.






