Dortmund streicht geplantes Autismus-Kompetenzzentrum für Kinder

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein Collage-Bild mit Kindern, einer hält Spielzeug, mit Wagen im Hintergrund und Text unten.Nina Pohl

Dortmund streicht geplantes Autismus-Kompetenzzentrum für Kinder

Kurz & knapp: Leiser Abschied vom geplanten Kindergarten

Teaser: Sanierung von Kitas, Aufnahmekriterien für die Offene Ganztagsschule, Kompetenzzentrum für Autismus: Der Jugendhilfeausschuss hat am Mittwoch eine Reihe von Beschlüssen gefasst, über Elternbeiträge und Personalmangel in Kitas diskutiert. Wir fassen die wichtigsten Entscheidungen zusammen.

11. Dezember 2025, 09:40 Uhr

Dortmund hat die Pläne für ein neues Jugendhilfezentrum mit integriertem Autismus-Kompetenzzentrum fallen gelassen. Die Entscheidung des Jugendhilfeausschusses (JHA) muss nun noch vom Stadtrat in der Sitzung am 18. Dezember 2025 endgültig abgesegnet werden. Die Einrichtung sollte 66 Betreuungsplätze bieten, davon 15 speziell für Kinder mit Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS).

Das nun gestrichene Zentrum wäre mehr als nur eine reine Betreuungsstätte gewesen: Geplant waren Fortbildungen für Erzieher:innen sowie ein Unterstützungsnetzwerk für Fachkräfte, die mit Kindern im Autismus-Spektrum arbeiten. Die Stadtverwaltung begründet den Rückzieher jedoch mit rückläufigen Zahlen von Kindern mit Behinderungen in Kitas – viele Familien würden auf formelle Diagnosen warten, einige Einrichtungen nähmen Kinder mit möglichen Behinderungen gar nicht erst auf.

Mit der Streichung des autismus-spezifischen Betreuungszentrums verliert Dortmund eine geplante Anlaufstelle für betroffene Kinder und ihre pädagogischen Fachkräfte. Währenddessen treibt Bergisch Gladbach den Ausbau von Kita-Plätzen voran, wählt neue Ausschussvorsitzende und hält an der Förderung von Jugendprogrammen fest.