Dortmunder Flughafen mit Passagierrekord – doch das Defizit wächst auf 6,3 Millionen Euro
Christoph DöhnDortmunder Flughafen mit Passagierrekord – doch das Defizit wächst auf 6,3 Millionen Euro
Flughafen Dortmund (DTM) verzeichnete 2025 3,24 Millionen Passagiere – ein deutlicher Aufschwung gegenüber dem Tiefstand von 2021. Dennoch bleibt der Flughafen in finanziellen Schwierigkeiten und schloss das Jahr mit einem Defizit von 6,3 Millionen Euro ab. Zwar lagen die Passagierzahlen deutlich über dem Pandemie-Niveau, doch erreichen sie bei Weitem nicht die Werte von vor 2019.
Die finanziellen Probleme des Flughafens verschärften sich 2025: Das Jahresdefizit stieg von 1,8 Millionen Euro im Vorjahr auf den aktuellen Stand. Hauptgrund waren gestiegene Personalkosten, ausgelöst durch Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst und ein neues Tarifabkommen. Auch der EBITDA brach stark ein – von 5,1 Millionen Euro auf etwa 971.000 Euro –, obwohl die Umsätze auf 49,81 Millionen Euro stiegen.
Die Passagierzahlen erholten sich zwar spürbar und erreichten 2025 3,24 Millionen – ein Anstieg gegenüber nur 184.000 im Jahr 2021. Doch dieser Zuwachs konnte den Verlust von 430.000 Reisenden nach dem vollständigen Rückzug von Ryanair kaum ausgleichen. Weitere 130.000 Passagiere gingen durch die reduzierten Eurowings-Verbindungen verloren. Trotz dieser Rückschläge stieg die Gesamtzahl der Fluggäste dennoch.
Im Vergleich zu anderen Regionalflughäfen verläuft die Erholung in Dortmund jedoch ungleichmäßig. Nachbarflughäfen wie Paderborn (PAD) mit 400.000 bis 600.000 Passagieren und Weeze (NRN) mit 1 bis 1,5 Millionen verzeichneten ein stärkeres Wachstum. Ihre finanzielle Stabilität verbesserte sich durch Diversifizierung und EU-Fördergelder, während Dortmund weiterhin stark von Billigfluggesellschaften abhängig bleibt. Die endgültigen, geprüften Zahlen für 2025 werden im Juni erwartet.
Die Bilanz des Dortmunder Flughafens für 2025 zeigt eine Mischung aus Passagiererholung und finanzieller Belastung. Das Defizit von 6,3 Millionen Euro unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, insbesondere durch steigende Kosten und reduzierte Flugangebote. Der endgültige Prüfbericht, der im Juni vorgelegt wird, soll klären, ob weitere Anpassungen nötig sind, um den Betrieb zu stabilisieren.






