Dortmunds Kampf gegen das Schwimmdefizit: Kostenlose Kurse für Kinder
Christoph DöhnDortmunds Kampf gegen das Schwimmdefizit: Kostenlose Kurse für Kinder
Dortmund kämpft gegen wachsende Schwimmdefizite bei Kindern
In einigen Stadtteilen Dortmunds können bis zu 80 Prozent der Kinder nicht schwimmen – ein Wert, der deutlich über dem Landesdurchschnitt liegt. Nun arbeiten örtliche Vereine und Sportgruppen mit kostenlosen Kursen und Intensivtrainings daran, die Situation zu verbessern.
Mehr als 300 Kinder nehmen in diesem Herbst an zweiwöchigen Schwimmkursen in Dortmund teil. Im Südbad, einem öffentlichen Hallenbad, beginnen Anfänger damit, sich im Wasser wohlzufühlen. Sie lernen zu gleiten, sich über Wasser zu halten und im Notfall um Hilfe zu rufen.
Ältere Kinder können in den Herbstferien an kostenlosen Schwimmstunden teilnehmen, die vom Verein Bewegungswelten organisiert werden. Wer Fortschritte macht, erlernt lebenswichtige Fähigkeiten wie das Rückenschwimmen. Das Ziel ist klar: Jedes Kind soll bis zum Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen können.
Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Nordrhein-Westfalen mit eigenen Herausforderungen kämpft: Jedes fünfte Kind im Land kann nicht schwimmen. Stefan Haumann, lokaler Sportkoordinator, appelliert an Eltern, auch nach dem Erwerb des Seepferdchen-Abzeichens weiter mit ihren Kindern zu üben. Der StadtSportBund Dortmund und weitere Vereine haben sich zusammengeschlossen, um sicherzustellen, dass kein Kind in der Stadt leer ausgeht.
Das Programm bietet strukturiertes Training – von der Grundlagenvermittlung im Wasser bis hin zu lebensrettenden Techniken. Mit Hunderten angemeldeten Kindern hoffen die Organisatoren, die Zahl der Nichtschwimmer in Dortmund deutlich zu reduzieren. Langfristig bleibt das Ziel: sicheres Schwimmen für jedes Kind bis zum Ende der Grundschulzeit.






