Dortmunds neuer CDU-Bürgermeister setzt auf Sicherheit und Bildung gegen politische Zersplitterung
Dortmunder OB Kalouti: Bildung hat zentrale Bedeutung - Dortmunds neuer CDU-Bürgermeister setzt auf Sicherheit und Bildung gegen politische Zersplitterung
Alexander Kalouti, Dortmunds erster Bürgermeister der Christlich-Demokratischen Union (CDU) seit fast 80 Jahren, steht kurz vor seinem 100. Amtstag. In Beirut geboren und in Süddeutschland aufgewachsen, hat er klare Prioritäten gesetzt: Sicherheit und Bildung in einer von Migration geprägten Stadt. Sein Ansatz kommt zu einer Zeit, in der der Stadtrat zersplittert ist – die rechtspopulistische AfD hält nach den Wahlen im September 2025 nun 18 Sitze.
Kalouti hat jede Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen, trotz der Herausforderungen, in einem Rat mit zehn Fraktionen Mehrheiten zu bilden. Die SPD stellt 26 Abgeordnete, die CDU 23 (einschließlich des Bürgermeisters), während die Grünen/VOLT und die AfD jeweils 18 Sitze halten. Kleinere Gruppen komplettieren das Bild – ein Zeichen für den Wandel in Dortmunds politischer Landschaft.
Sicherheit steht im Mittelpunkt seiner Arbeit. Ein einwöchiges Pilotprojekt mit zusätzlichen kommunalen Ordnungs- und Polizeikräften stieß bei Anwohnern und Unternehmen auf Zustimmung. Kalouti betont zudem den Bedarf an mehr Personal in Kitas, um Schließungen zu vermeiden und die Belastung für berufstätige Eltern zu verringern.
Bildung bleibt ein weiterer Eckpfeiler seiner Agenda. Besonders wichtig ist ihm frühe Sprachförderung in einer so vielfältigen Stadt wie Dortmund. Trotz knapper Haushalte pocht er auf Investitionen in Schulen und frühkindliche Bildungsprogramme. Sein Blick reicht darüber hinaus bis zur Wirtschaftsförderung: Er will Unternehmer anziehen und mit anderen Ruhrgebietsstädten sowie europäischen Zentren konkurrieren.
In der Bundespolitik lobt Kalouti Kanzler Friedrich Merz (CDU) für dessen direkte Herangehensweise an Probleme. Gleichzeitig fordert er sachlichere und ehrlichere Debatten über Migration und städtische Herausforderungen. Seine eigene Biografie – als Migrant in Deutschland aufgewachsen – prägt seine Überzeugung, dass Chancen allen offenstehen müssen, unabhängig von Religion oder Herkunft.
Kaloutis erste Amtsmonate waren geprägt von Sicherheit, Bildung und wirtschaftlichem Wettbewerb. Seine klare Absage an die AfD zieht eine deutliche Grenze, während seine Politik praktische Probleme wie Fachkräftemangel in Kitas und Schulfinanzierung angeht. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich seine Pläne in einem politisch gespaltenen Dortmund umsetzen lassen.
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